21 DINGE ÜBER DEINE FINANZEN, DIE DU WISSEN SOLLTEST von der Stiftung Warentest bietet eine Einführung in Themen der privaten Finanzplanung.
Finanzen & Investitionen

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest

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★★★☆☆

21 DINGE ÜBER DEINE FINANZEN, DIE DU WISSEN SOLLTEST von der Stiftung Warentest / Finanztest* bietet eine systematische Einführung in zentrale Themen der privaten Finanzplanung. Die Inhalte beruhen auf der langjährigen Arbeit der Finanztest-Redaktion und richten sich vorrangig an Personen mit wenig Vorwissen. / Anzeige

Das Buch gliedert sich in 21 eigenständige Kapitel. Jedes Kapitel behandelt eine zentrale Frage oder Aufgabe rund um Finanzen, Geldanlage, Versicherungen oder Vorsorge.

Die Kapitel lassen sich einzeln und kompakt lesen. Eine chronologische Reihenfolge ist nicht zwingend erforderlich – schadet aber natürlich auch nicht. Ich für meinen Teil lese Bücher immer von vorne nach hinten und vollständig.

Zielsetzung und methodischer Ansatz

Das erklärte Ziel des Buches ist es, finanzielle Entscheidungsgrundlagen für Einsteiger zu schaffen. Dabei orientiert sich die Stiftung Warentest an drei grundlegenden Prinzipien:

  1. Unabhängigkeit von Produktanbietern
  2. Praktische Anwendbarkeit der Inhalte
  3. Reduktion auf bewährte, langfristige Strategien

Konkrete Empfehlungen zu bestimmten Produkten oder Finanzdienstleistern werden bewusst vermieden. Stattdessen liegt der Fokus auf methodischen Überlegungen, Faustregeln und realitätsnahen Beispielen.

Thematischer Aufbau und Kapitelstruktur

Das Buch beginnt inhaltlich mit einer Bestandsaufnahme. Die zentralen Fragen lauten dabei: Warum sollte man sich überhaupt mit seinen Finanzen beschäftigen? Welche Schritte sind für den Einstieg besonders relevant? Welche Fehler gilt es dabei tunlichst zu vermeiden?

Darauf folgen dann Abschnitte zu konkreten Themenfeldern wie:

  • Haushaltsbudget und Schuldenabbau
  • Versicherungsbedarf und Vertragsprüfung
  • Vermögensaufbau mit ETF und Tagesgeld
  • Altersvorsorge und staatliche Förderungen
  • Risikoprofil und Anlagepsychologie

Das sogenannte Pantoffel-Portfolio dient abschließend als Modell für eine einfache Vermögensstrategie, die sich an zwei Bausteinen orientiert: Tagesgeld für Sicherheit und ein breit gestreuter Welt-ETF für Rendite. Was ich davon halte, darauf gehe ich später in der Rezension nochmal ausführlicher ein.

Am Ende jedes Kapitels stehen vier zusammenfassende Tipps. Diese sind kurz formuliert und sollen die Leser zur Umsetzung anregen.

Wenn du noch auf der Suche nach einem sehr guten Depot bist, kann ich dir dieses hier* empfehlen. Das für mich beste Girokonto im Filialbereich bietet die Santander Bank*, für reines Online-Banking die Comdirect* und dieses hier* ist für mich das beste Mobile-Banking-Konto. Weitere Empfehlungen meinerseits – auch zu Kreditkarten, P2P, Geschäftskonten und Co. – findest du hier.

Finanzwissen ohne Produktbindung

Ein zentrales Merkmal des Buches ist der Verzicht auf Produktwerbung. Das unterscheidet es von vielen anderen Einsteigerbüchern im Finanzbereich. Da diese aber in aller Regel mit Übersichten über Konditionen oder dergleichen arbeiten, empfinde ich das hier eher als nicht zielführend und eben nicht als löblich. Die Stiftung Warentest verweist auf eigene Vergleichstests, etwa zu Depots oder Konten, gibt aber keine konkreten Empfehlungen ab. Die eigenen Vergleichstests der Stiftung Warentest zu konkreten Finanzprodukten habe ich mir persönlich noch nie zu Gemüte geführt. Vielleicht auch, weil es hier eben nicht um physische Produkte geht, sondern um Dienstleistungen, deren Parameter man sehr leicht miteinander vergleichen kann.

Didaktische Mittel und Ansprache

Die Texte sind bewusst einfach gehalten. Ziel ist es, auch ohne Vorkenntnisse einen Zugang zu Finanzthemen zu ermöglichen. Fachbegriffe werden im Text erklärt oder im Glossar am Ende des Buches erläutert – wie man es von vielen Büchern kennt.

Beispiele und Rechenmodelle (z. B. zu Zinseszinseffekt, ETF-Renditen oder Haushaltsplänen) veranschaulichen für absolute Einsteiger die theoretischen Grundlagen. Die Kapitel sind – wie eingangs bereits beschrieben – kurz und folgen einer einheitlichen Struktur, was die Orientierung für die Leser erleichtert sollte. Es vermittelt dadurch für mich auch nochmal eine praktischere Herangehensweise.

Das Buch eignet sich vor allem für Personen, die einen ersten Überblick suchen. Es vermittelt Grundwissen zu typischen Fragestellungen, ohne dabei Überforderung zu erzeugen.

Das Buch verfolgt aber eben eine stark vereinfachte Darstellung. Für vertiefte Analysen zu Finanzprodukten, steuerlichen Fragen oder rechtlichen Rahmenbedingungen reicht der Umfang bei weitem nicht aus.

Auch persönliche Situationen – wie Selbstständigkeit, Vermögensübertragungen oder Immobilienerwerb – werden nur am Rand behandelt. Die Inhalte richten sich primär an Angestellte mit planbaren Einkommensverhältnissen.

„Denn: Das perfekte Timing für dein privates Investment gibt es nicht – das kennst du erst in der Rückschau. Dann ist es aber zu spät. Also zögere nicht länger auf den richtigen Moment. Wenn du dein Geld zehn, 15 oder sogar noch mehr Jahre lang angelegt hast, wird dein exakter Einstiegszeitpunkt zunehmend irrelevanter. Wichtig ist, dass du überhaupt beginnst.“
Stiftung Warentest

An dieser Stelle ein paar Worte zu den Autoren:

Die Stiftung Warentest wurde 1964 auf Beschluss des Deutschen Bundestages gegründet. Ziel war und ist es, Verbraucher durch unabhängige Tests bei Kauf- und Investitionsentscheidungen zu unterstützen. Das Institut prüft Produkte und Dienstleistungen verschiedenster Lebensbereiche – von Haushaltsgeräten bis zu Versicherungen. Werbung, Sponsoring oder Verkaufsprovisionen lehnt die Stiftung konsequent ab. Ihre Arbeit finanziert sich ausschließlich aus Publikationserlösen und Stiftungskapital.

Im Finanzbereich ist Stiftung Warentest seit über 35 Jahren aktiv. Die Redaktion Finanztest analysiert Fonds, Anlageprodukte und Vorsorgemodelle. Ihre Bewertungen orientieren sich an nachvollziehbaren Kriterien und langfristiger Stabilität. Zahlreiche Bücher und Ratgeber der Stiftung Warentest dienen der finanziellen Grundbildung – unter anderem 21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest*.

Mitautor Matthias Kowalski war Gründungsmitglied des Nachrichtenmagazins Focus und arbeitete dort bis 2018. Er ist mehrfach ausgezeichneter Wirtschaftsjournalist und spezialisiert auf verbrauchernahe Themen wie Altersvorsorge, Krankenversicherung und Geldanlage. Zudem ist er als Lehrbeauftragter für Journalismus und Kommunikationswissenschaften an verschiedenen Hochschulen tätig. Matthias Kowalski lebt und arbeitet in München.

„Deine Geldanlage soll dich ruhig schlafen lassen. Die Mischung aus Sicherheits- und Renditebausteinen ist wichtig, um zuverlässig und ohne schlaflose Nächte dein Vermögen wachsen zu sehen.“
Stiftung Warentest

Als ich das Buch 21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest* zum ersten Mal in der Hand hielt, musste ich schmunzeln:

Ein Buch von Stiftung Warentest – und ich schreibe die Rezension dazu. Ein bisschen absurd? Vielleicht. Aber wenn es um Bücher geht, bin ich eben die Stiftung Warentest. Oder sagen wir: der Büchertest.

Optisch macht das Buch zunächst einen guten Eindruck. Das Cover ist zwar voll und etwas unruhig, aber sprachlich klar. Die Bindung wirkt solide, das Layout ist einfach, aber zweckmäßig. Und: Bei einem Preis von 14,90 Euro für rund 200 Seiten kann man sich kaum beschweren. Vergleichbare Bücher bieten selten mehr Inhalt pro Euro.

Der Aufbau überzeugt: Die 21 Kapitel orientieren sich an Kernthesen und führen systematisch durch relevante Finanzthemen. Vom Girokonto bis zur Altersvorsorge, von Schuldenabbau bis ETF-Sparplan – alles ist dabei. Inhaltlich bleibt das Buch eher an der Oberfläche, aber dafür praktisch und alltagstauglich. Es bietet viele Tipps, ohne zu sehr ins Theoretische abzudriften.

Was mir aufgefallen ist: Manche Themen wirken erstaunlich zahm – vor allem im Kapitel über Versicherungen.

Der Titel „Die meisten Versicherungen sind überflüssig“ macht große Versprechungen. Der Inhalt bleibt jedoch stellenweise widersprüchlich. Auf der einen Seite heißt es: Halte es einfach. Auf der anderen: Nimm jede Förderung mit.

Wer sich bereits intensiver mit Finanzen beschäftigt, erkennt: Nicht jede Förderung ist sinnvoll. Manche lohnen sich nur für kurze Zeit. Andere sind mit Zusatzkosten verbunden oder werden durch Opportunitätskosten teuer.

Auch der empfohlene Investmentansatz bleibt zurückhaltend. Das gesamte Portfolio besteht aus einem einzigen ETF – dem MSCI World. Die Beimischung von Emerging Markets? Zu aufwändig. Gleichzeitig wird geraten, jede Fördermöglichkeit auszuschöpfen – inklusive kleinster staatlicher Zuschüsse.

Ein weiterer Punkt: Die Reihenfolge der finanziellen Schritte ist mir zu starr. Erst Schulden tilgen, dann Notgroschen, dann investieren – das klingt logisch, verschenkt aber Potenzial. Wer wie Bodo Schäfer parallel Schulden abbaut und kleine Rücklagen bildet, bleibt im Fluss. Das verhindert Rückschläge und fördert ein nachhaltiges Finanzverhalten.

„Keep it simple, stupid! […] Und obwohl es so bequem ist, bringt [das Pantoffel-Portfolio] ansehnliche Erträge. Zwei Bausteine genügen: ein ETF auf den MSCI World – und ein Tagesgeldkonto.“
Stiftung Warentest

Fazit

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest* bietet eine erste und dann doch eher oberflächliche, sachliche und strukturierte Einführung in grundlegende Fragen der privaten Finanzplanung.

Der modulare Aufbau, die Konzentration auf langfristige Strategien und die konsequente Produktneutralität machen das Buch zu einem soliden Werk für den Einstieg – es gibt am Markt dann aber doch deutlich bessere Bücher.

Das Buch ist ein guter Einstieg für alle, die sich einen Überblick verschaffen wollen. Wer schon tiefer im Thema steckt, wird einige Punkte hinterfragen – und das ist auch gut so.

5 zentrale Learnings aus 21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest:

  1. Starte jetzt – Zeit ist dein größter Verbündeter

Warte nicht auf den „richtigen“ Moment, um mit dem Vermögensaufbau zu beginnen. Je früher du anfängst, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt für dich. Auch kleine Beträge machen über Jahrzehnte einen großen Unterschied.

  • Halte es einfach – Komplexität kostet Rendite

Für eine solide Geldanlage genügen ein Tagesgeldkonto und ein weltweit gestreuter ETF wie der MSCI World. Wer es dabei belässt, spart Zeit, Gebühren und Nerven – und liegt langfristig oft besser als mit aktiv gemanagten Fonds.

  • Schuldenabbau und Notgroschen kommen zuerst

Bevor du investierst, solltest du dich von teuren Konsumschulden befreien und ein finanzielles Polster aufbauen. Zwei bis drei Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto helfen, unerwartete Ausgaben abzufedern.

  • Streue dein Risiko und bleib rational

Ein breit gestreutes ETF-Portfolio mindert Schwankungen und senkt dein Verlustrisiko. Vermeide emotionale Entscheidungen und halte an deiner Strategie fest – auch bei Krisen oder Hype-Meldungen.

  • Finanzplanung ist kein Hexenwerk

Du brauchst kein Finanzstudium, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen. Wer systematisch vorgeht und einfache Regeln befolgt, kann mit wenig Aufwand viel erreichen.

Wenn du auf der Suche nach weiteren spannenden Büchern bist, dann findest du unter Buchtipps eine interessante Auswahl aus über 550 ausführlichen Rezensionen. Diese kannst du individuell nach Preis, Seitenanzahl, Themenbereich, Bewertung und Zielgruppe filtern. Solltest du eine vergleichbare Buchempfehlung für mich haben, dann schreib mir doch gerne über meine Social-Media-Kanäle.

Celine Nadolny lächelt in die Kamera und hält einen Stapel Bücher in den Händen. Auf dem Bild steht der Text ‚Effektiver Speed Reading Onlinekurs – schneller lesen, mehr behalten, konsequent umsetzen‘.

Schneller Lesen – Mehr Behalten – Konsequent Umsetzen

Wie Lesen vom Konsum zur echten Veränderung wird

In diesem Online-Kurs zeige ich, wie Lesen wieder zu einem wirkungsvollen Werkzeug wird – für Klarheit, Fokus und bewusste Entscheidungen. Statt reiner Geschwindigkeit steht ein systematischer Ansatz im Mittelpunkt, der Verständnis, Erinnerung und Umsetzung miteinander verbindet.

Der Kurs vereint erprobte Lesetechniken, Erkenntnisse aus Lern- und Wahrnehmungspsychologie sowie praxisnahe Übungen, um Wissen nicht nur aufzunehmen, sondern nachhaltig zu nutzen – im Alltag, im Beruf und im persönlichen Wachstum.

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