Dreiteilige Collage zur Rezension von „Das Gesetz der Materie" von Kian Sobek: Celine Nadolny liest das Buch am Strand, daneben das Cover und eine aufgeschlagene Seite.
Steuern

Das Gesetz der Materie

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★★★★☆

★★★★☆ DAS GESETZ DER MATERIE von Kian Sobek* – Der ehrlichste Steuerentwurf der deutschen Debatte, und warum seine zentrale Rechnung trotzdem nicht trägt. anzeige

Die Debatte über Automatisierung und Arbeit dreht sich seit Jahren um dieselbe Frage, und es ist die falsche: Wie retten wir die Jobs? Kaum jemand stellt die Frage davor. Nämlich, warum wir überhaupt beschlossen haben, dass die Arbeit den Staat ernähren soll und nicht die Maschine, die sie ersetzt. Der Staat besteuert die Stunden, die ich tippe, und lässt die Serverfarm unbehelligt, die meine Arbeit erst möglich macht. Die Wertschöpfung wandert zur Maschine, die Steuerlast bleibt beim Menschen. An diese Schieflage haben wir uns gewöhnt.

Und dann lag dieses Buch auf meinem Tisch, in einem Gewand, das mich beinahe hat weiterblättern lassen. A4, aus Word gedruckt, im Selbstverlag bei Amazon erschienen. Ich gebe offen zu, dass ich für einen Moment versucht war, es nach der Aufmachung einzusortieren. Das wäre ein Fehler gewesen, und zwar ein peinlicher. Denn der Inhalt hat meine Erwartung schon im ersten Kapitel überstimmt.

In sieben Jahren, in denen ich fast tausend Sachbücher gelesen habe, ist mir der Abstand zwischen Verpackung und Substanz selten so groß begegnet. Inhaltlich spielt „Das Gesetz der Materie“ in einer Liga, in der das deutschsprachige Reform-Sachbuch fast nie spielt. Handwerklich bleibt es Self-Publishing. Beides stimmt gleichzeitig, und ich werde beides benennen, weil das eine das andere nicht aufhebt.

Meine Bewertung ist vier von fünf Sternen. Kian Sobek legt die schärfste Diagnose des deutschen Steuersystems vor, die ich seit Langem gelesen habe, dazu einen durchgerechneten Gegenentwurf, der weiter denkt als die meisten internationalen Vergleichstitel. Aber die zentrale Rechnung, die das ganze Buch tragen soll, gibt unter genauer Prüfung nach, und zwei seiner drei Kernreformen haben Konstruktionsfehler, die der Autor zwar selbst benennt, aber nicht auflöst. Vier Sterne bedeuten bei mir keine abgewerteten fünf, sie markieren eine eigene Kategorie: ein Werk, das ich intellektuell ernst nehme und das mich wirklich gefordert hat. Der Satz, der die ganze Rezension trägt, lautet: denkstark in der Diagnose, baufällig in der zentralen Rechnung, mutig in der Selbstkritik.

„Was du tust, ist steuerfrei. Was du verbrauchst, wird besteuert.“
Kian Sobek

Die Diagnose, die sitzt

Sobek macht etwas, was die deutsche Steuerdebatte seit Jahren nicht hinbekommt. Er fragt nicht, wie man das bestehende System optimiert, sondern ob die Annahme, auf der es ruht, im einundzwanzigsten Jahrhundert überhaupt noch trägt. Die Einkommensteuer, erinnert er, wurde erfunden, um Kriege zu finanzieren. In England 1799, während der Napoleonischen Kriege. In den Vereinigten Staaten 1861, im Bürgerkrieg. In Deutschland 1891, mitten in der Hochindustrialisierung, als menschliche Arbeit schlichtweg die einzige relevante Quelle der Wertschöpfung war. Damals war es logisch, die Arbeit zu besteuern, weil es nichts anderes zu besteuern gab. Heute erzeugen Maschine, Algorithmus und Kapital den Löwenanteil des Wohlstands, und sie sind steuertechnisch so gut wie unsichtbar.

Daraus entwickelt er das stärkste Bild des Buchs, das Perpetuum Mobile des Spätkapitalismus. Seine These: Das System hält sinnlose Jobs nicht trotz, sondern wegen ihrer Sinnlosigkeit am Leben, weil es sie nicht mehr als Produktionsfaktor braucht, sondern als Steuerbasis. Wir arbeiten, um Steuern zu zahlen, damit der Staat die Bedingungen aufrechterhält, unter denen wir arbeiten können. Die Produktion ist längst zum Nebenprodukt geworden. Man muss dieser Zuspitzung nicht in jeder Konsequenz folgen, aber als Beobachtung trifft sie einen Nerv, den die meisten Bücher dieser Art gar nicht erst suchen.

„Die Bäckerin ernährt den Staat. Das Rechenzentrum ernährt seine Aktionäre.“
Kian Sobek

Was mich überzeugt, ist die saubere Verortung. Hier wird nicht geraunt, hier wird hergeleitet. Arthur Pigou und die Besteuerung von Externalitäten. Henry George und die Bodenrente, bei der Sobek korrekt darauf hinweist, dass ausgerechnet Milton Friedman, alles andere als ein Linker, Georges Bodenwertsteuer einmal die „am wenigsten schlechte Steuer“ genannt hat. Louis Kelso und seine Binary Economics, das ESOP-Modell, das in den USA über vierzehn Millionen Arbeitnehmer zu Miteigentümern gemacht hat. Kelso wird zur ernsthaften Gegenfigur zu Marx aufgebaut: Beide fragen, wem die Maschinen gehören, der eine antwortet „dem Staat“, der andere „jedem Einzelnen“. Dieses Buch folgt Kelso. Hier arbeitet jemand mit einer Tradition, statt sie nur zu zitieren.

Eine Stelle hat mir verraten, mit wem ich es zu tun habe. Sobek führt die berühmte Oxford-Studie von Frey und Osborne an, nach der 47 Prozent aller US-Jobs durch Automatisierung bedroht seien. Statt sich hinter dieser erschreckenden Zahl zu verschanzen, liefert er im selben Atemzug die OECD-Korrektur nach, die den Wert auf rund neun Prozent gesenkt hat. Wer seine eigene Schreckenszahl gleich wieder einfängt, will überzeugen und nicht überrumpeln. Das ist selten, und es ist ein gutes Zeichen.

Auch handwerklich liegt das Buch über dem, was die Optik vermuten lässt. Der Reportageeinstieg in einer Lagerhalle bei Werne, der Drei-Figuren-Vergleich aus Katja, Algorithmus und Berg, die Vignetten von Marcus Kruger über Mei Ling bis zum desillusionierten Frührentner aus der FIRE-Bewegung. Sobek versteht, dass Abstrakta nur durch konkrete Bilder tragen, und er baut diese Bilder mit sichtbarem Können. Das ist die Hälfte des Buchs, die ehrlicherweise Verlagsniveau hat.

Wo der Bauplan nachgibt

Eine Diagnose ist aber noch kein System. Das Buch verspricht den durchgerechneten Bauplan, und hier folge ich ihm nur die halbe Strecke.

Nicht alles daran wackelt. Die ökologische Dividende etwa, also dass eine Steuer auf Material die Reparatur lohnend und die Wegwerfware teuer macht, ist die überzeugendste Mechanik des Entwurfs, weil hier der Preis tatsächlich abbildet, was der Planet kostet. Aber das Fundament, auf dem alles ruht, ist die Rechnung. Und die trägt nicht.

Beginnen wir mit ihr, der Rechnung, die nach seinen eigenen Worten das ganze Buch legitimiert oder widerlegt. Rund 1.100 Milliarden Euro privater Warenkonsum, mal sechzig Prozent, ergeben 660 Milliarden Steueraufkommen, denen ein Staatsbedarf von etwa 650 Milliarden gegenübersteht. Der Haushalt ist gedeckt, mit einem Überschuss von zehn Milliarden, und Sobek nennt das „komfortabel“. Fairerweise muss man sagen: Unter seiner Annahme ist die Arithmetik korrekt. Das Problem ist die Annahme. Sie lautet, dass der Konsum auf einen Aufschlag von sechzig Prozent gar nicht reagiert. Und das Bemerkenswerte ist, dass Sobek das weiß. Im Anhang vermerkt er selbst, dass seine Kalkulation keine Verhaltensanpassung unterstellt und der Güterkonsum bei sechzig Prozent Aufschlag in der Realität sinken würde. Das rechne ich ihm hoch an, denn er versteckt die Schwachstelle nicht. Nur ist benannt eben nicht gelöst. Die Polster, mit denen das Loch aufgefangen werden soll, also Bürokratieabbau, Bodenwertsteuer, wegfallende Sozialausgaben, bleiben qualitativ und sind nirgends hart beziffert. Der ohnehin schmale Überschuss des ganzen Modells sitzt damit auf seiner weichsten Zahl. Das ist die zentrale Flanke, und sie bleibt offen.

Dann der Menschen-Mindestlohn von fünfzig Euro die Stunde. Sobek will menschliche Arbeit befreien und sie gleichzeitig per Dekret bei fünfzig Euro untergrenzen. Dass dieser Boden ausgerechnet die Automatisierung erzwingt, die er eigentlich verlangsamen möchte, weil jeder Job, den ein Roboter für zehn Euro übernehmen kann, vom Roboter übernommen wird, räumt er selbst ein. Redlich, aber unaufgelöst. Schärfer wird es im Verbund, und der Verbund ist der eigentliche Prüfstein. Fünfzig Euro Untergrenze, dazu ein Roboter-Einkommen von 4.720 Euro, dazu null Einkommensteuer, das reißt die Basisarbeit auf, die sich gerade nicht automatisieren lässt. Pflege, Gastronomie, lokale Dienstleistung. Wer übernimmt für fünfzig Euro brutto gleich netto einen schweren Job in der Altenpflege, wenn die eigene Maschine ihn ohnehin ernährt? Sobeks Antwort ist staatlich finanzierte Pflege zu fünfzig Euro. Damit ist die Bedürftigkeitsverwaltung zurück, die er abschaffen wollte. An dieser Stelle widerspricht das System sich selbst.

Die schönste Idee des Buchs ist zugleich seine wackeligste. Sobek lehnt das bedingungslose Grundeinkommen ab, und er tut es datenbasiert und nicht aus dem Bauch heraus, unter anderem mit der großen ORUS-Studie von OpenResearch, die zwischen 2020 und 2023 tausend Menschen tausend Dollar im Monat gab. An deren Stelle setzt er das bedingungslose Grundkapital, also Eigentum an einer Maschine, die arbeitet und verdient, statt einer monatlichen Überweisung.

„Es gibt ihm nicht Fisch. Es gibt ihm die Angelrute. Oder genauer: den Roboter, der für ihn fischt.“
Kian Sobek

Als Denkfigur ist das deutlich stärker als das BGE, und ich verstehe, warum es das Herz des Buchs ist. Nur trägt die Zahl dahinter nicht. Die 4.720 Euro entstehen aus einem Roboter, der rund um die Uhr läuft, zu einem politisch gesetzten Mindestlohn von zehn Euro die Stunde. Stell dir nun 370 Millionen Roboter vor, die EU-weit dasselbe Arbeitsangebot machen. Dann kollabiert der Preis dieser Arbeit, das ist schlichte Angebotslogik. Halten lässt er sich nur, wenn der Staat ihn garantiert. In diesem Moment ist das Roboter-Einkommen aber kein Eigentumsertrag mehr, sondern ein staatlicher Transfer mit Eigentumsetikett, also exakt das, was Sobek dem Grundeinkommen vorwirft. Seine stärkste Idee trägt einen Mechanismus, den er bei der Konkurrenz zerlegt. Im Buch wird diese Frage nicht gestellt.

Bleibt die politisch heikelste Stelle, der Sieben-Jahres-Plan. In einem Kapitel dienen New Deal, Wirtschaftswunder, Estland und Südkorea als Beleg, dass sieben Jahre realistisch seien. Drei Kapitel später schreibt dasselbe Buch, Südkoreas Wandel habe ungefähr fünfzehn Jahre gedauert und autoritäre Planung unter Park Chung-hee erfordert, Lee Kuan Yew sei kein Demokrat gewesen. Die Belegkette stützt also nicht, was sie stützen soll, sie zeigt eher das Gegenteil. Sobek erkennt das Demokratie-Paradox als die „offene Wunde“ seines Buchs, an einer Stelle steht sogar der Satz, die Utopie könnte mit einer Diktatur beginnen, bevor er auf „es muss ohne Diktatur gehen“ zurückrudert, ohne dafür einen tragfähigen Mechanismus zu liefern. „Vielleicht braucht es eine Generation, die versteht“ ist Hoffnung, kein Bauplan. Hinzu kommt der Importzoll-Effekt, den er ebenfalls einräumt: Eine sechzigprozentige Steuer auf alle physischen Güter wirkt aus Sicht der Welthandelsorganisation wie ein faktischer Importzoll, also wie ein Handelskonflikt mit Ansage. Vier offene Wunden, von denen der Autor die meisten selbst benennt. Als Diagnose gehört das Buch in die erste Reihe. Als fertiger, tragfähiger Bauplan ist es nicht, was es zu sein verspricht.

Der Mut, den die meisten Reformbücher nicht haben

Und doch komme ich auf vier Sterne, und der vierte Stern hat einen Namen. Ehrlichkeit.

Die meisten Reformbücher schließen mit triumphaler Vision. Sobek schließt mit einem Kapitel, das „Was ich nicht weiß“ heißt. Er gibt zu, nicht zu wissen, wie die Gesellschaft die sieben Jahre des Umbaus übersteht, und nennt die nüchterne Antwort beim Namen: Schulden, eine Wette, keine Gewissheit. Er weiß nicht, was passiert, wenn die Roboter klüger werden als ihre Besitzer. Kapitel zehn liefert die ökologische Gegenrechnung zur eigenen These gleich mit, Übergangsemissionen, Rebound-Effekte, die Bau-Krise durch besteuerten Beton. Kapitel elf benennt die Sinnkrise als Achillesferse jeder Post-Arbeitsgesellschaft, mit Frankl, Csikszentmihalyi und Durkheim, mit der unbequemen Einsicht, dass sein System materielle Sicherheit liefert, aber keinen Sinn. Wer so schreibt, baut Patches in das eigene Modell, statt die Risse zu übertünchen.

Selbst der Anhang ist sorgfältiger, als die Aufmachung vermuten lässt. Sobek kennzeichnet seine Beispielfiguren als Komposite, legt Rundungsdifferenzen offen und korrigiert eigene Zahlen, etwa beim alten Adobe-Preis. Makellos ist das nicht, den Umsatz der Steuerberater-Branche nennt er an einer Stelle mit dreizehn, an anderer mit fünfunddreißig Milliarden, und ein professionelles Lektorat hätte das gefunden. Aber für ein im Selbstverlag erschienenes Buch ist diese Belegdisziplin die Ausnahme, nicht die Regel.

Einen stilistischen Einwand erlaube ich mir. Eine rhetorische Figur, das knappe Gegensatzpaar, mit dem Sobek fast jedes Kapitel zuspitzt, kehrt so oft wieder, dass sie sich beim dritten Dutzend abnutzt. Was als Schärfe gedacht ist, wird durch Wiederholung zur Marotte. Ein strengeres Lektorat hätte sie ausgedünnt.

Warum das für mein Urteil zählt, lässt sich in einem Satz sagen. Ein Reformbuch, das seine eigenen Bruchstellen kartiert, ist für einen denkenden Leser mehr wert als ein glattes, das sie verbirgt. Die Ehrlichkeit repariert die Löcher nicht, die vier Sterne sind kein Mitleidsbonus. Aber sie verändert, was dieses Buch ist. Aus dem fertigen Bauplan, der es sein will, wird der ehrlichste Beitrag, den die deutsche Steuerdebatte seit Langem bekommen hat.


Wer hinter dem Buch steht

Der Autor schreibt unter dem Pseudonym Kian Sobek. Er ist weder Ökonom vom Lehrstuhl noch Politiker, sondern kommt aus einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium und rund drei Jahrzehnten in der IT. Das merkt man dem Buch an, im Guten wie im Problematischen.

Im Guten erklärt der Blick des Systemarchitekten die Stärke des Entwurfs. Wer dreißig Jahre lang Systeme gebaut hat, denkt in Schnittstellen, in Patches, in Stücklisten, und genau so ist der Gegenentwurf konstruiert: die Gläserne Rechnung, das Pförtner-Prinzip, der Materialwert als Steuergrundlage. Hier arbeitet jemand, der gewohnt ist, Probleme zu lösen, statt sie zu beklagen.

Im Problematischen erklärt derselbe Blick die Schwäche. Eine Volkswirtschaft umzubauen ist kein Software-Rollout mit festem Releasetermin. Der Sieben-Jahres-Plan liest sich wie ein Projektplan, dem die Politik, die Märkte und die Menschen als Variablen fehlen, die sich nicht einfach ausrollen lassen. Das Pseudonym löst sich, wie der Autor ankündigt, mit einem kommenden Roman auf, in dem die Figur Kian Sobek auftaucht, deren Notizbuch das Sachbuch ist. Bis dahin trägt das Buch eine literarische Konstruktion, von der im Text selbst nichts zu sehen ist. Eine elegante Idee, deren Wirkung sich erst zeigen wird, wenn der Roman daneben im Regal steht.


Für wen, und für wen nicht

Dieses Buch ist für Leser, die die strukturelle Frage hinter der Tagespolitik ernst nehmen, die eine starke These und ihre selbst zugegebenen Löcher gleichzeitig aushalten. Wer marktwirtschaftlich-liberal denkt, wird den drei Kernreformen vermutlich nicht folgen, ich tue es ausdrücklich nicht. Den Gedanken dahinter aber möchte ich nicht missen. Im internationalen Regal steht „Das Gesetz der Materie“ neben Daniel Susskind, Mariana Mazzucato und Branko Milanovic, an seiner Patch-Architektur stellenweise sogar davor.

Wer dagegen einen geschliffenen Ratgeber zur eigenen Geldanlage sucht, ist hier falsch. Wer eine fertige, dem Minister zu überreichende Reform erwartet, ebenfalls. Und wer die Verpackung als Qualitätssignal braucht, wird das Buch unterschätzen, so wie ich es beinahe getan hätte.

Vier von fünf Sternen. Man kauft dieses Buch nicht, weil man ihm zustimmt. Man kauft es, weil es einen zwingt, besser zu begründen, warum man es nicht tut.


Mehr Sachbücher, die ich gelesen und für dich eingeordnet habe, findest du in meinen Buchtipps. Wenn dir diese Rezension etwas gebracht hat, folge mir auf Instagram und LinkedIn unter @bookoffinance, dort diskutieren wir solche Bücher weiter.

Bücher, die inspirieren, für Erfolg und Freiheit.

Meine 5 Key Learnings aus Das Gesetz der Materie – von Kian Sobek:

Ein ehrliches Buch nennt seine eigenen Löcher.

Sobek widmet ein ganzes Kapitel dem, was er nicht weiß, von der Übergangsfinanzierung bis zum Demokratie-Paradox. Das macht das Buch wertvoll, auch wenn die zentrale Rechnung auf einer Annahme ruht, die er selbst als unrealistisch markiert.

Unser Steuersystem ist ein Kriegsinstrument aus dem 19. Jahrhundert.

Die Einkommensteuer wurde erfunden, um Kriege zu finanzieren, in einer Zeit, in der Arbeit die einzige Wertschöpfung war. Heute schaffen Maschine und Algorithmus den Wohlstand, und ausgerechnet die bleiben steuerlich fast unsichtbar.

Das System braucht deine Arbeit nicht mehr, um zu produzieren, sondern um sich zu finanzieren.

Sobeks schärfster Gedanke: Sinnlose Jobs überleben, weil der Staat sie als Steuerbasis braucht, nicht als Produktionsfaktor. Die Produktion ist längst zum Nebenprodukt geworden.

Besteuere das Tote, befreie das Lebendige.

Sechzig Prozent auf Material, null auf Arbeit. Die Idee dahinter ist nicht Umverteilung, sondern ein Preissignal: Reparatur wird lohnend, Wegwerfware teuer, Qualität gewinnt. Das ist die überzeugendste Mechanik des Entwurfs.

Eigentum schlägt Almosen.

Statt eines bedingungslosen Grundeinkommens das bedingungslose Grundkapital, also der Roboter, der für dich arbeitet, statt der monatlichen Überweisung vom Staat. Eine stärkere Denkfigur als das BGE, deren Preis-Mechanik aber offen bleibt.

Wenn du auf der Suche nach weiteren spannenden Büchern bist, dann findest du unter Buchtipps eine interessante Auswahl aus über 550 ausführlichen Rezensionen. Diese kannst du individuell nach Preis, Seitenanzahl, Themenbereich, Bewertung und Zielgruppe filtern. Solltest du eine vergleichbare Buchempfehlung für mich haben, dann schreib mir doch gerne über meine Social-Media-Kanäle.

Celine Nadolny lächelt in die Kamera und hält einen Stapel Bücher in den Händen. Auf dem Bild steht der Text ‚Effektiver Speed Reading Onlinekurs – schneller lesen, mehr behalten, konsequent umsetzen‘.

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