Als Unternehmer oder Selbstständiger hat man ganz eigene Anforderungen an eine Kreditkarte: hohe Flexibilität, umfangreiche Reisevorteile, starker Versicherungsschutz und Service, der Zeit spart und Ärger vermeidet.
Für mich erfüllt keine andere Karte diese Ansprüche so gut wie die American Express Business Platinum*.
Sie ist für viele, aber sie sollte vordergründig nicht nur ein Statussymbol aus Metall sein, sondern vor allem ein leistungsstarkes Werkzeug für Geschäftsreisen und den Alltag als Unternehmer – und das mit Vorteilen, die den Jahresbeitrag schnell wieder einspielen können, wenn man sie richtig nutzt.
Konditionen & Grundfunktionen
- Jahresgebühr: 850 €
- Material: Hochwertige Metallkarte (ca. 17 g)
- Zusatzkarten inklusive:
- 1 private Platinum-Zusatzkarte (volle Benefits)
- 1 Business Platinum-Zusatzkarte + gebührenfreier private Platinum-Zusatzkarte (volle Benefits)
- Bis zu 98 Business Goldkarten für Mitarbeiter (eingeschränkte Benefits)
- Automatischer Kontoausgleich: Der Saldo wird jeden Monat vollständig per Lastschrift eingezogen – keine Kreditzinsen
- Limit: Flexibel, in Absprache mit Amex praktisch unbegrenzt
- Zahlungsziel: Bis zu 58 Tage (Monatsabrechnung + 28 Tage Zahlungsfrist) – optimal für Liquiditätsplanung
Die Jahresgebühr von 850 Euro ist definitiv nicht ohne. Deswegen sollte man sich auch vorher ganz genau überlegen, ob einem die American Express Business Platinum* diese Kosten wert ist. Überschlage bitte, ob die im Folgenden beschriebenen Vorteile für dich den hohen Preis rechtfertigen. Und kalkuliere dabei bitte stets eher konservativ.
American Express Platinum Card – Exklusive Vorteile für Vielreisende*
Erlebe weltweiten Loungezugang, umfangreiche Versicherungsleistungen, wertvolle Guthaben und Premium-Status bei zahlreichen Hotel- und Mietwagenprogrammen – alles in einer Karte, mit der du deine Reisen auf ein neues Level hebst.
Weshalb du dir die Karte niemals holen solltest
Wenn die American Express Business Platinum* für dich eines nicht sein sollte, dann ein Statussymbol. Das wäre ein offen gestanden sehr schwaches Argument, aber ich weiß, dass manch einer sie exakt aus diesem Grund besitzt. Die Karte sollte dich auch nicht dazu beeinflussen, einen neuen Luxus als Standard zu definieren. Optimiere mit ihr viel mehr deinen aktuellen Status quo und passe nicht andersherum deinen Status quo der Karte an, im Sinne von: Ich bin jetzt Platinum, ich bin was Besseres. So denken nur Opfer!
Wer es allen Ernstes nötig hat, mit einer Metall Kreditkarte zu „flexen“, sollte sich ganz dringend mal Gedanken über sein Selbstbild machen. Das ein oder andere Buch könnte da sicherlich nicht schaden.
Nutze unbedingt die gebührenfreie Zusatzkarte
Wenn du dich für die American Express Business Platinum* entscheiden solltest, beantrage unbedingt zumindest gleich die gebührenfreie Platinum Zusatzkarte. Die privaten Zusatzkarten machen vor allem dann Sinn, wenn du deine Ausgaben sauber trennen möchtest. Damit verdoppelst du die Vorteile. Die Gold-Karten sind für mich eher nice to have. Aus meiner Sicht ist die American Express Gold ohnehin keine sinnvolle Karte. Sie bedient eine Nische, die eigentlich nicht notwendig ist. Für mich machen nur die dauerhaft gebührenfreie Payback American Express* und die American Express Platinum* bzw. American Express Business Platinum* absolut Sinn.
Payback American Express Karte – Punkte sammeln ohne Gebühren*
Sammle bei jedem Einkauf automatisch Payback Punkte, nutze attraktive Amex-Angebote und profitiere von dauerhaft 0 € Jahresgebühr – perfekt für alle, die im Payback-Universum unterwegs sind.
Aber im Business Umfeld kann das schnell auch mal anders sein. Vielleicht findest du auch für die gebührenfreien Gold Zusatzkarten einen sinnvollen Einsatz in deinem Unternehmen.
Reisevorteile der Business Platinum
1. Priority Pass Prestige
- Unbegrenzter Zugang zu über 1.500 Flughafen-Lounges weltweit
- Hauptkarte und Platinum-Zusatzkarte erhalten je einen Priority Pass
- Gastregelung: Jeweils 1 Gast kostenlos, weitere Gäste aktuell 32 €
Für mich immer noch einer der wichtigsten und viel zu häufig unterschätzten Vorteile. Denn ich weiß gar nicht in wie vielen Flughafen Lounges ich in den letzten Jahren saß. Ob es nun in Marsa Alam in Ägypten, in Malé auf den Malediven oder aber schlichtweg in Amsterdam, London oder Gran Canaria war. Es war immer wieder mehr als entspannt, ruhig etwas früher am Flughafen sein zu können, ohne dann die Zeit auf ungemütlichen Wartebänken am Gate zu verbringen und zwangsläufig vollkommen überteuertes Essen und Getränke zu kaufen.
Nicht alle Priority Pass Lounges sind luxuriös – ehrlicherweise eher die wenigsten. Aber sie bieten allesamt zumindest gemütliche Sitzgelegenheiten, kostenfreies WLAN, eine sehr stark variierende Auswahl von warmen und kalten Speisen und Getränken. In allen Fällen war es aber deutlich besser die Zeit dort zu verbringen als am Gate.
Zusätzlich stehen dir unter bestimmten Bedingungen auch die Lufthansa Lounges offen, aber dazu unten mehr. Aber die wohl beliebtesten mit der American Express Business Platinum* zugänglichen Lounges sind die hauseigenen American Express Centurion Lounges. Wenn an deinem Airport eine verfügbar sein sollte, gilt der meine absolute Empfehlung. Ich habe sie leider erst ein einziges Mal in Houston nutzen können.
2. Hotel- & Mietwagenstatus inklusive
- Hilton Honors Gold
- Marriott Bonvoy Gold Elite
- Radisson Rewards Gold
- Hertz Gold Plus Rewards Five Star
- Sixt Platinum
Das bedeutet für dich im Umkehrschluss: Zimmerupgrades, Late Check-out, bevorzugte Fahrzeugwahl und viele kleine Extras, die Reisen deutlich angenehmer machen. Ich habe davon schon so häufig profitiert.
Beispielsweise buche ich nur noch den kleinsten Mietwagen ohne jegliche Versicherung und habe dann über die Karte – wenn ich den Mietwagen auch darüber buche – nicht nur in aller Regel einen direkten Rabatt auf den Mietpreis, sondern auch noch die Vollkasko-Versicherung inklusive. Damit spart man doppelt und hat gut und gerne bei 2-3 Mietwagenbuchungen im Jahr bereits die Jahresgebühr gespart.
3. Umfangreiches Versicherungspaket
Das Versicherungspaket ist eines der stärksten auf dem Markt – Karteneinsatz ist Voraussetzung (meist 50 % der Kosten). Das ist eine Änderung, die im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist und die den Unterschied zwischen privater und Business Variante nochmal verkleinert.
Wichtige Leistungen:
- Reiserücktritt- & Reiseabbruchversicherung
- Auslandskrankenversicherung
- Mietwagen-Vollkaskoversicherung
- Flug- & Gepäckverspätungsversicherung
- Einkaufsschutz & erweiterte Garantieverlängerung
Gerade bei Mietwagen und Flügen zahlt sich der Karteneinsatz doppelt aus: Du bekommst Rewards-Punkte und bist gleichzeitig umfassend abgesichert. Ich habe davon schon so häufig profitiert:
- In Costa Rica beispielsweise haben wir auf den katastrophalen Straßen nach einem Schlagloch eine nette Beule in der Frontschürze gehabt. American Express ist vollständig für den Schaden aufgekommen.
- Unseren Roadtrip durch Dänemark, Norwegen und Schweden mussten wir knapp 5 Tage eher abbrechen, weil ich von Mücken zerstochen kaum noch laufen konnte. American Express hat alle Kosten für die Behandlung, aber auch für die nicht mehr kostenfrei stornierbaren letzten Stopps übernommen.
- Eine meiner Lappland-Reisen endete mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus von Helsinki. Auch hier hat American Express alle Kosten für die Behandlung, aber auch für die stornierten und neu gebuchten Flüge übernommen.
- Auf dem Weg nach Costa Rica haben wir in Houston unseren Anschlussflug verpasst. American Express übernahm alle Kosten für die Übernachtung im Hotel am Flughafen, die Verpflegung vor Ort, aber auch die nicht mehr stornierbaren Kosten für die bereits am nächsten Tag gebuchte Tour über die Tucan Rescue Ranch in San José – natürlich abzüglich dessen, was die Airline uns erstattet hat.
4. Guthabenprogramme – maßgeschneidert für Business
- 200 € Reiseguthaben (Amex Travel)
- 200 € Sixt Ride Guthaben
- 200 € Dell-Guthaben
- 360 € eBuero-Guthaben
- 120 € Office Club-Guthaben
Bei voller Nutzung lassen sich bis zu 1.400 € jährlich zurückholen. Wobei man hier auch ehrlich sein muss: das Amex Travel Portal ist nach meiner eigenen Recherche stets etwas teurer als unabhängige Vergleichsportale. Und die anderen Guthaben sind meist an einen Mindestumsatz gekoppelt.
Aber gerade das Dell- Guthaben ist für viele Unternehmen bares Geld wert. Weil man eben eigentlich immer Technik gebrauchen kann.
5. Membership Rewards Punkte
- Standard: 1 Punkt pro 1 € Umsatz
- Optionaler Turbo: 1,5 Punkte pro 1 € (bis 40.000 € Jahresumsatz, 15 €/Jahr, nur telefonisch aktivierbar)
- Punkte verfallen nicht, solange die Karte aktiv ist
- Flexible Einlösungen: Flüge, Upgrades, Hotelnächte oder Transfer zu über 12 Airline- und 3 Hotelprogrammen
Bitte lasst euch hier nicht in die Irre führen. Die Membership Rewards Points sind nur dann wirklich wertvoll, wenn ihr das Travel-Hacking-Game verstanden habt und sie sinnvoll in Free-Stays und Meilen-Flüge ummünzen könnt. Ansonsten sind sie deutlich unattraktiver als man meint. Aber wer das Game verstanden hat, sollte unbedingt telefonisch noch den Turbo aktivieren.
Die Versteuerung privat genutzter Rewards Points übernimmt American Express vollautomatisch zentral.
Experten-Tipp: Richtig Spaß macht das Rewards Points sammeln, wenn du für dein Unternehmen regelmäßig Werbung schaltest. Denn auch hier kannst du in aller Regel die American Express Business Platinum* hinterlegen. Mit ein Grund, weshalb all die Coaches, Berater und Experten da draußen so viele Rewards Points haben und regelmäßig Business Class Upgrades buchen.
Kostenloser Zugang zu Lufthansa Business Lounges
Ein echter Bonus der American Express Business Platinum* – auf den viele erst auf den zweiten Blick stoßen: Du bekommst kostenfreien Zugang zu Lufthansa Business Lounges, selbst wenn du nur ein Economy- oder Premium Economy-Ticket besitzt.
So funktioniert’s:
- Voraussetzung: Du reist am selben Tag mit einer Lufthansa Group Airline (Lufthansa, SWISS oder Austrian Airlines). Aber auch Tickets mit Eurowings oder Discover Airlines funktionieren, sofern du nicht im niedrigsten Tarif (Basic) gebucht hast.
- Lounge-Zugang (unabhängig vom Ticketklasse):
- Economy / Premium Economy: Zugang zur Business Lounge
- Business Class: Zugang zur Senator Lounge, sofern am Flughafen verfügbar
- Benötigte Dokumente:
- Physische American Express Business Platinum Card (wichtig! Kein Foto, kein Eintrag in deiner Wallet)
- Gültiger Lichtbildausweis (sollte aber ohnehin auf Reisen dabei sein)
- Boardingpass für den gleichen Reisetag
- Guest-Regelungen:
- Gäste sind nicht standardmäßig erlaubt – in manchen Lounges möglich gegen Gebühr
- Locations: Verfügbar an vielen Standorten, aber eben auch nicht an allen. Ich habe diesen Service schon mehrfach in Düsseldorf, Frankfurt, München und Athen genutzt.
Kurzer Vergleich zur privaten Platinum
- Jahresgebühr: Business teurer (850 € vs. 720 €)
- Zusatzkarten: Business-Version mit deutlich mehr Mitarbeiterkarten (bis zu 98)
- Guthaben: Business hat mehr und spezifischere Business-Guthaben (Dell, eBuero, Office Club)
- Steuer: Jahresgebühr als Betriebsausgabe absetzbar
- Versicherungen: Gleiche Bedingungen (Karteneinsatz erforderlich)
- Zielgruppe: Business nur für Unternehmer/Selbstständige erhältlich
American Express Platinum Card – Exklusive Vorteile für Vielreisende*
Erlebe weltweiten Loungezugang, umfangreiche Versicherungsleistungen, wertvolle Guthaben und Premium-Status bei zahlreichen Hotel- und Mietwagenprogrammen – alles in einer Karte, mit der du deine Reisen auf ein neues Level hebst.
Wichtige Einschränkungen
- Kein kostenloses Geldabheben – hohe Gebühren & Zinsen ab dem Tag der Abhebung
- Fremdwährungsgebühr: 2 % auf Umsätze außerhalb des Euroraums
Daher würde ich die Karte in Fremdwährungen nur nutzen, wenn mir die Rewards Punkte oder Versicherungsleistungen besonders wichtig sind (z. B. Hotel, Mietwagen, Flüge). Geld abheben mit einer American Express ist ohnehin keine sinnvolle Idee. Dafür würde ich immer eine gebührenfreie VISA Debitkarte nutzen, bei der dann nicht einmal Sollzinsen anfallen.
Akzeptanz: Diese ist der größte Kritikpunkt an einer American Express Karte. Und definitiv: Die Akzeptanz ist nicht so hoch wie bei einer VISA oder Mastercard, vor allem bei kleinen Händlern und in bestimmten Regionen und Ländern. Die Akzeptanz steigt aber stetig und ich bin eben auch eine Freundin davon, zumindest eine sehr gute Kreditkarte von allen drei Anbietern zu haben. Die besten Empfehlungen findet ihr stets hier.
Fazit – Die beste Kreditkarte für Unternehmer
Die American Express Business Platinum* ist für mich die Nummer 1 für Unternehmer und Selbstständige, die viel reisen.
Sie bietet ein exzellentes Gesamtpaket aus Reisevorteilen, Versicherungen, Guthaben und Status-Upgrades – dazu steuerliche Vorteile und enorme Flexibilität beim Zahlungsziel. Wer viel unterwegs ist und die Benefits ausschöpft, kann den Jahresbeitrag mehrfach wieder herausholen – und genießt zusätzlich den Komfort und Service, den nur wenige Kreditkarten auf diesem Niveau bieten.

