Dreiteiliges Foto zur Rezension von Zero-Sum Mindset von Rainer Zitelmann: Buch in der Hand, Cover vor Bergkulisse, aufgeschlagene Seiten beim Lesen.
Politik

Zero-Sum Mindset

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★★★★☆

★★★★☆ ZERO-SUM MINDSET von Rainer Zitelmann* – Warum Wohlstand kein Kuchen ist

In fast jeder Wirtschaftsdebatte fällt früher oder später derselbe Satz. Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Meistens nickt der halbe Raum, bevor der Satz zu Ende gesprochen ist. Er klingt nach Mitgefühl, nach Haltung, nach der richtigen Seite. Nur stimmt seine zweite Hälfte schlichtweg nicht.

Seit sieben Jahren lese und bespreche ich Wirtschaftsbücher, und kaum eine Denkfigur ist mir dabei so oft und so unwidersprochen begegnet wie diese. Dahinter steckt eine Annahme, die so alt ist wie der Tauschhandel: dass das Vermögen der Welt eine feste Größe sei, ein Kuchen, von dem der eine nur mehr bekommt, wenn dem anderen ein Stück fehlt. Rainer Zitelmann nennt das den Nullsummenglauben, und er hat ihm jetzt ein ganzes Buch gewidmet.

Vier Sterne. Zitelmann hat damit das vielleicht zugänglichste Buch seiner letzten Jahre geschrieben, getragen von einer beeindruckenden Studienlage und einem roten Faden, der Psychologie, Handelspolitik und Entwicklungsökonomie zusammenhält. Was den fünften Stern kostet, ist nicht das Argument, sondern die Wiederholung. Wer Zitelmann schon kennt, trifft auf viel Vertrautes, und auch innerhalb des Buches dreht sich manches mehrfach. Für alle, die ihm zum ersten Mal begegnen, ist es trotzdem der beste Einstieg in sein Denken, den es derzeit gibt.

Der Ökonom Weiying Zhang fasst den Kern in ein Bild, das hängenbleibt: Vom Wasser im Glas zum Wasser im Brunnen. (Weiying Zhang) Das Glas ist endlich, wer daraus trinkt, nimmt dem anderen etwas weg. Der Brunnen speist sich nach, er wächst sogar mit der vernünftigen Nutzung. Diese zwei Bilder trennen den Nullsummengläubigen vom Marktwirtschaftler, und das ganze Buch ist im Grunde der Versuch, den Leser vom Glas zum Brunnen zu führen.

Warum der Kuchen kein Kuchen ist

Zitelmann beginnt mit Empirie, und das ist seine Stärke. Gemeinsam mit den Instituten Allensbach und Ipsos MORI hat er in dreizehn Ländern fragen lassen, wie verbreitet der Nullsummenglaube ist. Das Ergebnis: in zehn von dreizehn Ländern überwiegt er. Der Reflex ist also kein deutsches Phänomen und keine Marotte einzelner Wutbürger. Er reicht quer durch Kulturen und Kontinente.

Dann kommt die Zahl, die der berühmten Brecht-Formel vom armen Mann und dem reichen Mann den Boden entzieht. Würden die Reichen tatsächlich auf Kosten der Armen reich, müsste die Zahl der Armen mit dem Reichtum der Reichen steigen. Das Gegenteil ist passiert. Vor zweihundert Jahren lebten rund neunzig Prozent der Menschheit in extremer Armut, im Jahr 2000 noch knapp dreißig Prozent, heute liegt die Quote bei rund zehn. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Milliardäre von rund 470 um die Jahrtausendwende auf über dreitausend. Beides gleichzeitig. Der Kuchen ist also größer geworden, und zwar gewaltig.

Was mich hier positiv überrascht hat: Zitelmann macht es sich nicht leicht. Als die Weltbank 2025 ihre Armutsgrenze anhob und die Quote dadurch rechnerisch von gut sechs auf gut zehn Prozent sprang, hätte er die unbequeme Zahl einfach weglassen können. Stattdessen nimmt er sie auf, rechnet vor, dass der Anstieg eine Folge der geänderten Berechnungsmethode ist, und zeigt, dass die Armut real so niedrig liegt wie nie. Das ist sauberes Handwerk. Wer Daten ernst nimmt, lässt die störenden eben nicht unter den Tisch fallen.

Was wir über Gewinne falsch wissen

Der zweite starke Strang dreht sich um den Profit, und hier sitzt eine meiner Lieblingszahlen aus dem ganzen Buch. Hermann Simon hat Passanten in der Fußgängerzone gefragt, wie hoch sie die Gewinnmarge deutscher Unternehmen schätzen. Im Schnitt sagten die Leute 22,8 Prozent. Tatsächlich liegt die Nettoumsatzrendite bei 3,2 Prozent. Das ist eine Überschätzung um den Faktor sieben. Wer Profit für Abzocke hält, rechnet im Kopf mit einem Phantom.

Simon liefert dazu einen Satz, den ich mir gleich notiert habe: Wer als Unternehmer Verluste einfährt, verliert Freiheit und Autonomie. (Hermann Simon) Gewinn ist in dieser Lesart kein Selbstzweck und keine Gier. Er bedeutet Spielraum, die Freiheit, selbst zu entscheiden. Dazu kommt der Nobelpreisträger William Nordhaus, der nachgewiesen hat, dass vom gesamtwirtschaftlichen Nutzen einer Innovation rund 97 bis 98 Prozent bei den Konsumenten landen und nur zwei bis drei Prozent beim Unternehmer. Der Erfinder kassiert einen Bruchteil, die Allgemeinheit den Löwenanteil. Wer das einmal verstanden hat, sieht die Empörung über Unternehmensgewinne mit anderen Augen.

Die stärkste Stelle: NASA, SpaceX und die Macht der Anreize

Wenn ich aus diesem Buch eine einzige Passage retten dürfte, wäre es diese. Die NASA bezahlte ihre Zulieferer jahrzehntelang nach dem Cost-Plus-Prinzip. Erstattet wurden die Kosten plus ein prozentualer Aufschlag. Wer so bezahlt wird, hat keinen Anreiz zu sparen. Im Gegenteil: Jede zusätzliche Ausgabe erhöht den Gewinn. Robert Zubrin, selbst jahrelang in der Branche, berichtet von einem einzigen Standort mit über dreizehntausend Beschäftigten, von denen weniger als tausend in der Fertigung arbeiteten. Der ganze Rest war Verwaltung, die das System ausdrücklich belohnte.

Dann kam Elon Musk und drehte die Logik um. SpaceX erklärte der NASA sinngemäß, man baue kein Raumschiff zum Verkauf, man liefere wie ein Paketdienst zum Festpreis. Was an Kosten gespart wird, erhöht den eigenen Gewinn, also wird gespart. Das Ergebnis: Die Kosten, ein Kilogramm in den Orbit zu bringen, sanken im Vergleich zum Space Shuttle um fünfundneunzig Prozent. Die NASA selbst hat ausgerechnet, dass eine staatlich gebaute Rakete dreimal so teuer gewesen wäre. Am Ende gewannen beide, der Staat und das Unternehmen. Der Brunnen statt des Glases, an einem einzigen Beispiel vorgeführt.

Wer mich länger liest, ahnt, warum mich gerade diese Stelle gepackt hat. Eine sehr ähnliche Anreizlogik habe ich schon in Zitelmanns „Weltraumkapitalismus“ gewürdigt, dem ich fünf Sterne gegeben habe. Hier fügt sie sich noch zwingender in die größere These ein. Und sie zeigt etwas, das ich an diesem Buch hoch anrechne: Zitelmann schont die eigene Seite nicht. Den lautesten Nullsummengläubigen der Gegenwart verortet er nämlich nicht links, sondern im Weißen Haus. Trumps Handelspolitik liest er als angewandtes Nullsummendenken und zerlegt dessen Investitionszahlen mit spürbarem Genuss. Trump rühmte sich, in weniger als einem Jahr Zusagen über achtzehn Billionen Dollar eingesammelt zu haben. Kurz zuvor hatte er noch von neun Komma sechs gesprochen, und der Ökonom Alan Reynolds wies nach, dass schon diese niedrigere Zahl frei erfunden war, weil viele der Ankündigungen mit echten Investitionen nichts zu tun hatten. Für einen Autor, dessen Leserschaft Trump oft wohlwollend gegenübersteht, ist das mutig. Es macht das Buch glaubwürdiger, als eine Lobhymne es je könnte.

Warum der Irrtum so bequem ist

Eine Frage lässt mich beim Nullsummenglauben nicht los. Warum hält er sich so hartnäckig, obwohl die Zahlen so eindeutig dagegensprechen? Zitelmann liefert die psychologische Antwort, und sie trifft einen wunden Punkt. Fünf amerikanische Forscher haben 2025 in einer breiten Studienreihe gezeigt, dass Menschen mit ausgeprägtem Nullsummendenken häufiger Sätzen zustimmen wie „Harte Arbeit führt nicht unbedingt zum Erfolg“. Sie geben eher der Gesellschaft und den Umständen die Schuld an Armut, und sie halten es zugleich für weniger wichtig, selbst erfolgreich zu sein.

Das ist der Punkt, an dem sich Zitelmanns These mit meiner eigenen Überzeugung trifft. Der Nullsummenglaube ist so zäh, weil er bequem ist. Wer glaubt, arm zu sein, weil andere reich sind, muss die Verantwortung nicht bei sich selbst suchen. Die Schuld liegt bei den anderen, und man darf auf dem Sofa sitzen bleiben und schimpfen. Genau das ist der bequeme Kern. Ein zweiter Antrieb kommt hinzu, der Neid: Wer stark dazu neigt, hängt dem Nullsummenglauben deutlich häufiger an als andere. Beides zusammen erklärt, warum der Irrtum so verführerisch ist. Teuer ist er trotzdem. Dieselbe Studienreihe fand einen durchgängigen Zusammenhang zwischen diesen entmutigenden Glaubenssätzen und geringerem materiellen Wohlstand im eigenen Leben. Der Glaube, der die Reichen entlarven will, schadet letzten Endes vor allem dem, der ihm anhängt. Im Vertrauensspiel der Verhaltensökonomen verdienten die Nullsummendenker einundzwanzig Prozent weniger als die anderen.

Für wen lohnt sich das Buch – und wo sind die Grenzen?

So überzeugend die These trägt, ehrlich bleibt eine Rezension nur, wenn sie auch die Schwächen benennt. Und die liegen weniger im Argument als in der Komposition.

Das größte Wagnis ist Kapitel sieben. Hier entwickelt Zitelmann eine eigene Theorie, den kompensatorischen Nullsummenglauben. Menschen sprächen überdurchschnittlich Attraktiven oder Erfolgreichen gern negative Eigenschaften zu, quasi als Ausgleich. Die schöne Frau gilt dann als wenig klug, der Bodybuilder als dumm, dem Reichen fehlt es angeblich am Charakter. Inhaltlich ist das durchaus originell und mit Studien unterfüttert, es ist sogar das eigenständigste Stück des Buches. Aber der Anschluss an die ökonomische Hauptthese überzeugt nur halb, und Zitelmann sagt das ehrlicherweise selbst: Er räumt ein, dass diese Variante nicht deckungsgleich ist mit dem, was die Forschung sonst unter Nullsummendenken versteht. Es liest sich mehr nach einem klugen eigenen Essay, den man ins Buchgerüst gehängt hat, als nach einem zwingenden Kapitel.

Der zweite Punkt wiegt schwerer, je weiter man liest. Das Buch wiederholt sich. Die Brecht-Strophe steht wortgleich zweimal drin, die Dreizehn-Länder-Umfrage taucht in mehreren Kapiteln auf, und die Grundbotschaft kehrt ab der zweiten Hälfte in immer neuen Variationen wieder. Ich mag Bücher, die aufeinander aufbauen und mich von Kapitel zu Kapitel weitertragen. Dieses kreist eher um seinen einen Gedanken, als dass es ihn steigert. Dazu kommen die Überlappungen mit Zitelmanns früheren Werken. Wer „Weltraumkapitalismus“, „Die Gesellschaft und ihre Reichen“ oder „2075“ gelesen hat, kennt einen erheblichen Teil des Materials bereits, vom SpaceX-Beispiel über die Armutszahlen bis zur Neidforschung. Bei einem Autor, der so viel und so schnell publiziert, ist das kaum vermeidbar, und niemand erwartet, dass er seinen Rechercheapparat bei jedem Buch auf null zurücksetzt. Trotzdem bleibt für den Stammleser unterm Strich zu wenig Neues.

Auch das Kapitel zur Entwicklungshilfe fügt der bekannten Kritik wenig hinzu. Die Namen, die hier fallen, von William Easterly bis zu den üblichen Kronzeugen gescheiterter Hilfsprojekte, kennt man aus dieser Debatte ohnehin. Gut zusammengetragen, aber ohne eigene neue Analyse.

Ein Wort noch zu Oxfam, weil es exemplarisch ist. Die Organisation legt in ihrem Bericht vom Januar 2026 bewusst eine breite Armutsdefinition zugrunde, nach der fast die halbe Menschheit als arm gilt, und stellt das neben das wachsende Vermögen der Milliardäre. Die unterschwellige Botschaft lautet, dass so viele arm sind, weil die Reichen reicher werden. Zitelmann kontert mit eben den Zahlen, auf die Oxfam sich beruft. Denn nach dieser breiten Definition ist die Armut zwischen 2020 und 2025 gefallen, von 50,5 auf 45,5 Prozent, mehrere Hundert Millionen Menschen sind ihr entkommen, im selben Zeitraum, in dem die Milliardäre über achtzig Prozent reicher wurden. Beides zugleich, und der Nullsummenglaube kann es nicht erklären. Wer wissen will, wie aus seriös wirkender Statistik politischer Aktivismus wird, findet hier ein Lehrstück.

Bleibt die Frage, für wen sich das Buch lohnt. Für jeden, der diesen Reflex einmal mit harten Daten konfrontiert sehen will, ist es ein Gewinn. Für Zitelmann-Neulinge ist es der ideale Einstieg, eine dichte, gut belegte Synthese seines Denkens. Wer ihn dagegen schon im Regal stehen hat, wird hier viel wiedererkennen.


Wer ist Rainer Zitelmann?

Rainer Zitelmann, Jahrgang 1957, geboren in Frankfurt am Main, ist Historiker und Soziologe, doppelt promoviert, und einer der produktivsten Sachbuchautoren des Landes. Zweiunddreißig Bücher hat er bislang geschrieben oder herausgegeben, übersetzt in fünfunddreißig Sprachen. Einem breiten Publikum bekannt ist er als streitbarer Verteidiger der Marktwirtschaft und als Erforscher der Reichen, ein Thema, dem er sogar seine zweite Doktorarbeit gewidmet hat, „Psychologie der Superreichen“.

Spannend macht ihn seine eigene Biografie. Zitelmann stand in jungen Jahren weit links, ehe er sich Schritt für Schritt zum Anhänger des klassischen Liberalismus und zum FDP-Mitglied wandelte. Bevor er sich ganz dem Schreiben widmete, leitete er Ressorts bei der Tageszeitung Die Welt, baute danach ein eigenes PR-Unternehmen für die Immobilienbranche auf und verkaufte es 2016. Er verteidigt die Marktwirtschaft also nicht vom sicheren Schreibtisch aus. Er hat selbst ein Unternehmen aufgebaut, über Jahre geführt und am Ende verkauft. Und er argumentiert wie jemand, der die Gegenseite von innen kennt und ihre Denkmuster deshalb genau auseinandernehmen kann.

Für mich ist es nicht die erste Begegnung. „Weltraumkapitalismus“ habe ich mit fünf Sternen besprochen, „2075“ mit vier. Ich lese ihn also mit Vorgeschichte, als jemand, der seine Linie kennt, und gerade deshalb fällt mir die Wiederholung in diesem Band so auf. Wer dagegen die Studie hinter den Studien sucht, wird bei Zitelmann fündig. Sein Apparat mit weit über vierhundert Endnoten und sauber zugeschriebenen Quellen ist vorbildlich. Solange er die Quellen ergebnisoffen auf Qualität auswählt und nicht einseitig zusammensucht, ist diese Gründlichkeit ein enormes Plus.


Fazit

„Zero-Sum Mindset“ ist ein kluges, wichtiges und über weite Strecken glänzend belegtes Buch über den vielleicht folgenreichsten ökonomischen Denkfehler unserer Zeit. Es trennt sauber zwischen echten Nullsummensituationen und dem falschen Reflex, es schont die eigene politische Seite nicht, und Beispiele wie SpaceX machen greifbar, warum Wohlstand kein Kuchen ist, der nur verteilt wird. Die vier Sterne stehen, weil die Wiederholung innerhalb des Buches und die Überlappung mit Zitelmanns früheren Werken die erzählerische Verdichtung verhindern, die ein Sachbuch von sehr gut zu herausragend hebt.

Meine klare Empfehlung gilt allen, die Zitelmann noch nicht kennen, und jedem, der dem Satz von den reicher werdenden Reichen und ärmer werdenden Armen endlich etwas Belastbares entgegensetzen will. Wer Zitelmanns Werk schon kennt, kauft hier eher die gelungene Zusammenfassung als die Entdeckung. Aber auf dem Sofa des Nullsummenglaubens sitzt es sich nach diesem Buch spürbar unbequemer.


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Meine 5 Key Learnings aus Zero-Sum Mindset – von Rainer Zitelmann:

Wohlstand ist kein fester Kuchen

Während die extreme Armut weltweit von rund neunzig Prozent (1820) auf etwa zehn Prozent fiel, stieg die Zahl der Milliardäre seit der Jahrtausendwende von rund 470 auf über dreitausend. Würde der Reichtum der einen die Armut der anderen bedingen, hätte beides nicht gleichzeitig geschehen dürfen.

Unternehmensgewinne werden dramatisch überschätzt

Passanten schätzten in Hermann Simons Umfrage 22,8 Prozent Marge, tatsächlich sind es 3,2. Das ist der Faktor sieben zwischen Gefühl und Wirklichkeit.

Anreize schlagen Absicht

Die NASA belohnte mit ihren Cost-Plus-Verträgen jahrzehntelang Verschwendung. Erst der Festpreis bei SpaceX senkte die Kosten pro Kilogramm in den Orbit um fünfundneunzig Prozent. Sobald Sparen den eigenen Gewinn erhöhte, wurde gespart.

Der Nullsummenglaube ist bequem

Wer glaubt, arm zu sein, weil andere reich sind, muss die Schuld nicht bei sich selbst suchen. Studien zeigen, dass dieses Denken mit weniger Erfolg im eigenen Leben einhergeht. Der Glaube schadet am Ende vor allem dem, der ihm anhängt.

Innovation nützt vor allem den Konsumenten

Nobelpreisträger William Nordhaus hat gezeigt, dass rund 97 bis 98 Prozent des Nutzens einer Innovation bei den Käufern landen, nur ein kleiner Rest beim Unternehmer. Der Markt verteilt den Gewinn breiter, als der Reflex es glaubt.

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