Ein fesselndes Werk, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt und das einen tief berührt und zum Handeln inspiriert.
Mindset & Persönlichkeitsentwicklung

Die 10 wichtigsten Fragen des Lebens in aller Kürze beantwortet

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DIE 10 WICHTIGSTEN FRAGEN DES LEBENS IN ALLER KÜRZE BEANTWORTET von Gregor Eisenhauer* stellt die wirklich bedeutsamen Fragen des Lebens. Und es lädt uns dazu ein, uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Ich könnte schreiben, dass das Buch mir an vielen Stellen eine Träne entlocken konnte – doch das wäre noch vollkommen untertrieben. Vielmehr habe ich beinahe dauerhaft geweint. Alle möglichen Emotionen kamen in mir hoch und ich bin dem Autor unendlich dankbar dafür. Es tat wirklich gut, dieses Buch zu lesen. / Anzeige

Gregor Eisenhauer ist ein promovierter Philosoph, der seit über zehn Jahren Nachrufe schreibt. Durch seine Arbeit hat er einen Einblick in das Leben anderer Menschen bekommen und erkannt: Es sind nicht die äußerlichen Erfolge und Besitztümer, die unser Leben prägen, sondern unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Und nicht zuletzt unser Verhältnis zu uns selbst.

Übrigens schreibt er nicht typische Nachrufe zu berühmten Persönlichkeiten, sondern solche für ganz normale Menschen wie dich und mich.

Das Buch ist in zehn Kapitel unterteilt, die jeweils eine der zehn wichtigen Fragen des Lebens behandeln. Die Fragen reichen dabei von „Selbst denken oder denken lassen?“ über „Der Sinn des Lebens?“ bis hin zu „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“. Der Autor stellt diese Fragen aber nicht nur. Sondern er ermutigt die Leser auch dazu, sie für sich selbst zu beantworten. Denn so kann man sich selbst besser kennenlernen und sein eigenes Leben reflektieren.

Er beleuchtet die Thematik aus einer unkonventionellen Perspektive und geht dabei dem Kern des menschlichen Wesens nach. Seine Schreibweise ist dabei lakonisch und ironisch. So regt er den Leser zum Nachdenken an und kann ihn, wie in meinem Fall, auch zum Weinen bringen. Außerdem ist das Buch gespickt mit literarischen Verweisen, Zitaten und Anekdoten aus dem Leben. Diese bereichern Eisenhauers Betrachtungen und nehmen den Leser mit auf eine Reise des Denkens und der Selbsterkenntnis.

Die Stärke dieses Buches liegt darin, dass es keine vorgefertigten Antworten liefert. Vielmehr fordert es den Leser dazu auf, sich selbst mit den Fragen auseinanderzusetzen. Dazu stellt Gregor Eisenhauer Fragen, gibt Impulse und wirft neue Gedanken auf. Er stellt bewusst keine vorgefertigten Lösungen oder Dogmen auf, sondern eröffnet einen Raum für persönliche Reflexion und individuelle Antworten. Dabei gelingt es ihm, die Komplexität der Themen in einer verständlichen und zugänglichen Weise zu behandeln. Interessanterweise ist das auch der größte Kritikpunkt am Buch, den ich selbst häufiger gelesen habe. Manche Menschen wünschen sich offensichtlich die eins zu eins auf ihr Leben übertragbare Anleitung. Aber die gibt es eben nicht. Jeder muss diese Fragen für sich selbst beantworten, denn die Antworten unseres Lebens kennen nur wir selbst. Das Buch ist also keine einfache Ratgeberliteratur, die schnelle Lösungen verspricht.

Wer das noch nicht verstanden hat, sollte auch unbedingt mein Lieblingsbuch Der Alchimist von Paulo Coelho* lesen.

Auch dieses Buch regt zum Nachdenken an. Und es offenbart uns – wenn wir es mit offenem Geist lesen – die Erkenntnisse auf unglaubliche wichtige Lebensfragen. Wir müssen nur lernen, zwischen den Zeilen zu lesen. Und das bedeutet, in uns selbst zu lesen und uns die Fragen zu beantworten, die der Autor an uns richtet. Auch wenn sie manchmal eben etwas versteckt sind.

Insgesamt ist der Schreibstil von Eisenhauer unterhaltsam und gleichzeitig tiefgründig. Er verliert sich gelegentlich in abschweifenden Gedanken, was den Lesefluss manchmal etwas unterbricht. Aber dennoch fesselt er den Leser mit seinem charmanten und humorvollen Schreibstil. An dieser Stelle könnte ich meinen einzigen Kritikpunkt ansetzen: „In aller Kürze beantwortet“ trifft sicherlich nicht zu. Aber in der dargebrachten Form ist es mir auch viel lieber.

Das Buch gehört also nicht zur gewöhnlichen Ratgeberliteratur, sondern ist ein Werk, das zum Denken und Reflektieren anregt. Denn es lädt dazu ein, die eigene Reise der Selbsterkenntnis anzutreten und das Leben bewusster zu gestalten.

„Viele Menschen leben sehr lange und fragen sich, wozu. Manche Menschen sterben früh und haben anderen doch mehr gegeben als viele, die sehr alt wurden.

Das Leben ist kurz. Keinen Satz sollten Sie ernster nehmen als diesen. Wie kurz das Leben ist, fällt den meisten erst viel zu spät auf.

Wir haben wenig Zeit. Das ist die Grunderfahrung, wenn Sie über Verstorbene schreiben. Wir haben nie genug Zeit. Ehe wir uns besinnen, sind wir meist schon nicht mehr. Das gilt für jeden von uns. Sie können sich noch so wichtig nehmen, es hilft Ihnen nichts. Eines schönen Tages sind Sie tot.“
Gregor Eisenhauer

An dieser Stelle ein paar Worte zum Autor:

Gregor Eisenhauer schreibt seit über zehn Jahren Nachrufe für den TAGESSPIEGEL. Nicht auf berühmte Männer und Frauen der Zeitgeschichte, sondern auf ganz normale Menschen. Eine Aufgabe, die sein Leben veränderte und ihn zu diesem Buch inspirierte. Denn seine Stippvisiten in die Leben der anderen zeigten ihm, was am Ende wirklich zählt: Nicht die Karrierestationen oder die Urlaube, die Summe des Ersparten oder des Vergeudeten bringen unser Leben auf den Punkt. Sondern unsere Bindungen zu anderen Menschen und das Verhältnis zu uns selbst.Eisenhauer wurde 1960 geboren, hat Germanistik und Philosophie 

„Vor dreizehn Jahren sprach mich mein Freund David an und fragte, ob ich nicht Nachrufe für ihn schreiben wolle. David ist Redakteur und arbeitet für die Berliner Zeitung Der Tagesspiegel. Jeden Freitag erscheint dort im Lokalteil eine Seite, auf der verstorbene Berliner porträtiert werden. Keine Berühmtheiten. Ganz gewöhnliche Menschen.“ 
Gregor Eisenhauer

„Eine der rührendsten Gesten des Abschieds war eine Plastikbox mit vier CDs, auf denen ein alter Mann einer guten Freundin sein Leben erzählte. Zuweilen hat sie ihn unterbrochen, denn er verlor häufig den Faden. Es ist auch gar nicht so einfach – wo soll man beginnen, wenn es um das eigene Leben geht? Beim Leben der Eltern, versteht sich. Also erzählte der Mann von seinen Eltern, die ein sehr bewegtes Leben hatten. Er erzählte von seinen Freunden, von denen es gottlob sehr viele gab, kluge und interessante Menschen. Er erzählte von Frauen, die sein Leben bereichert hatten, indem sie ihn liebten oder ihm die Liebe vorenthalten hatten – was ihn die Sehnsucht lehrte. Er erzählte von Gott und der Welt, aber er erzählte sehr wenig von sich. Warum?
Weil er wusste, dass es da nichts zu erzählen gab. Er war nicht klüger als seine Eltern oder Freunde, er hatte kein herausragendes Talent, keine Abgründe, er war nie so reich, dass es etwas zu prahlen gab, und nie so arm, dass er damit hätte Mitleid erregen können. Er war einfach nur bescheiden. Das ist etwas ganz Besonderes. Das war die Pointe seiner Existenz. Und wer immer mit ihm Umgang hatte, konnte Bescheidenheit erfahren. Und wenn nur drei oder vier seiner Freunde etwas von dieser Haltung bewahrt haben, wenn nur eine Handvoll Menschen sich seiner erinnert, in all seiner Bescheidenheit, dann lebt er weiter.“ 
Gregor Eisenhauer

Wer sich mit dem eigenen Leben und „den großen Fragen des Lebens“ auseinandersetzen möchte, kommt hier sicherlich auf seine Kosten.

Denn das Buch ist inspirierend, bereichernd und eröffnet neue Perspektiven. Nachdem man es gelesen hat bzw. eigentlich schon währenddessen, bleibt man nicht unberührt. Sondern man setzt sich intensiv mit seinem eigenen Leben und seinen Prioritäten auseinander. Zumindest ging es mir so. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Ein ignoranter Stein vermag dieses Buch wohl auch zu lesen und als Zeitverschwendung anzusehen. Aber solchen Personen ist das Werk ja auch nicht gewidmet.

„Die meisten Menschen gehen, wie sie gekommen sind: wortlos. Sie hinterlassen ein Testament, verfügen über ihre Hinterlassenschaft, aber von sich selbst geben sie wenig preis. Einige wenige haben vielleicht eine Autobiografie geschrieben, aber selten erfahren wir in einer Autobiografie etwas über den Menschen, der sie geschrieben hat, meist erfahren wir nur etwas über den Menschen, den der Autor darstellen wollte.“ 
Gregor Eisenhauer

Hier einmal die 10 im Buch besprochenen Fragen:

  • Selbst denken oder denken lassen?
  • Der Sinn des Lebens?
  • Bin ich glücklich?
  • Bin ich schön?
  • Was ist wahr? Was ist falsch?
  • Was soll ich tun?
  • Für wen soll ich es tun?
  • Gibt es Gott?
  • Wer ist mein Schutzengel?
  • Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Die Herangehensweise des Autors an das Thema ist unkonventionell und erfrischend. 

Er erzählt von Menschen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs bis hin zu modernen Erfahrungen. All die Geschichten zeigen auf beeindruckende Weise, wie das Leben oft unerwartete Wendungen nimmt. Und wie Menschen in schwierigen Situationen Mut und Stärke finden können. Dabei vermittelt der Autor eine wichtige Botschaft: Das Leben ist kostbar und endlich und es ist nie zu früh, sich den wirklich wichtigen Fragen zu stellen.

„Über schlechte Menschen gibt es schon viel zu viele Bücher. Schlechte Menschen gelten als interessanter, aufregender und sind viel häufiger im Fernsehen als gute Menschen. Diese Popularität haben sie nicht verdient. Die Mindeststrafe für Schlechtigkeit sollte Vergessen sein.“
Gregor Eisenhauer

Insgesamt schreibt der Autor fesselnd, manchmal gar poetisch.

Er versteht es, mit Worten Emotionen zu wecken und den Leser tief in die Geschichten eintauchen zu lassen. Dadurch kann man die Gedanken und Gefühle der Protagonisten förmlich spüren und sich mit ihnen identifizieren. Vielleicht war es auch genau dieser Schreibstil, der mich immer wieder zum Weinen brachte.

Also hat dieses Buch bei mir definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Denn es ist ein Buch, das man nicht einfach nur liest, sondern das einen tief berührt und zum Handeln inspiriert.

Man wird es sicherlich nicht nur einmal lesen, sondern immer wieder zur Hand nehmen. Es ist eine Schatztruhe voller Weisheit und menschlicher Erfahrungen, die uns daran erinnert, was im Leben wirklich zählt. Und es ermutigt uns, die Endlichkeit unserer Existenz anzunehmen und das Beste aus unserem Leben zu machen.

„Wir leben oft, als hätten wir unbegrenzt Zeit. Nur ungern führen wir uns die Endlichkeit unserer Existenz vor Augen. Doch etwas mehr Mut zum Hinschauen würde uns guttun. Denn dann würden wir uns den wirklich wichtigen Fragen des Lebens stellen.“ 
Gregor Eisenhauer

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