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GLÜCKSKINDER von Hermann Scherer* ist das erste Buch, das ich von diesem fleißigen Autor zwischen die Finger bekommen habe. Und ich muss sagen: Dieses Buch macht Lust auf mehr! Hermann Scherer hat wohl bereits mehr Bücher veröffentlicht, als die meisten in ihrem gesamten Leben überhaupt Lesen werden. Zwei davon sind Spiegel Bestseller geworden. Eines davon ist dieses hier und ich muss sagen: Absolut verdient!

Bereits das Layout dieses Buches gefiel mehr sehr gut. Schön schlicht und doch ein Stück weit verspielt kommt es daher. Nach dem Lesen muss ich sagen, passt es auch noch großartig zum roten Pfaden des Inhalts. Denn dieser ist ein wenig verwoben und folgt keiner starren Kontur. Es wirkt mehr wie ein Gespräch mit einem weisen Mann, der ein Stück weit von Hölzchen auf Stöckchen kommt, aber stets interessant und lebhaft aus seinem Leben erzählt.

Auch der Untertitel dieses Buches sprach mich an: „Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen.“

Ein Satz, den man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen sollte. Es steckt darin so viel Wahrheit und jeder wird, wenn nicht sich selbst, dann doch den einen oder anderen aus seinem Umfeld im Kopf haben. Du kennst diese „Glückskinder“ von denen der Autor spricht und ich hoffe ganz doll, dass Du selbst eines bist.

In jedem Fall wird Dir dieses Buch ein toller Wegbegleiter sein zu ergründen, was diese „Glückskinder“ vom Durchschnitt unterscheidet.

„Ich sehe nicht das, was die meisten Menschen wollen, sondern schaue nur auf die paar wenigen, die dort sind, wo ich noch hinwill. Ich suche Chancen, um das zu schaffen, denn ich will so schnell und so weit wie möglich weg vom Status Quo.“
Hermann Scherer

Dieses Zitat hat für mich zwei Facetten, so wie das ganze Buch. Zum einen motiviert es die zum Absprung bereiten und noch zögernden Menschen unter uns, nun endlich das Große anzuvisieren und zum anderen kann dieses Buch auch den Leuten helfen, die vollkommen unzufrieden sind und einen Neuanfang wagen wollen.

„Ein handfestes Problem ist immer ein guter Anfang.“
Hermann Scherer

Das Buch vermittelt somit ähnliche Botschaften wie ein John Strelecky oder ein Paulo Coelho, aber nicht ganz so blumig.

In gewisser Weise ist Hermann Scherer nahbarer und praktischer unterwegs als die anderen beiden Autoren. Für ihn dreht sich alles um Fähigkeiten und Glaubenssätze, die man ganz praktisch lernen und verinnerlichen kann. Denn Glückskinder haben nicht die besseren Pläne. Sie haben schlichtweg Fähigkeiten herausgebildet, ihre Chancen im Leben zu erkennen und zu nutzen. Wo andere zögern, ergreifen sie die Möglichkeiten. Wo sich manch einer denkt: „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt“, haben sie verstanden, dass dieser nie kommen wird.

„Chancen sehen nicht wie Chancen aus, sie haben nichts mit Visionen zu tun, sie fallen einem nicht in den Schoß, sie liegen in der Zukunft, sie gehorchen keinen Regeln.“
Hermann Scherer

Der Autor beobachtet eine ganze Reihe von Menschen, die Chancen nicht nur nicht wahrnehmen, sondern sich sogar konsequent und trotzig dagegen entscheiden.

Denn sie sehen diese Chancen erst gar nicht, weil sie nicht aktiv danach suchen. Sie hoffen lieber, sie planen lieber. Oder sie entscheiden sich dafür, den ganzen Stress der Veränderung ein für alle Mal abzuharken.

„Mein Ex-Steuerberater war so einer. Immer, wenn ich ihn bezüglich neuer Projekte fragte, ob diese funktionieren würden, meinte er: Das geht nicht! Ich fragte ihn dann mal, warum seiner Meinung nach alles nicht geht. Er meinte, er hätte das studiert. Nun habe ich einen neuen Steuerberater und es geht. Glücklicherweise habe ich das nie studiert, das warum es nicht geht. Komisches Studienfach.“
Hermann Scherer

„Wer Chancen sucht, muss immer wieder neue Sichtweisen finden, insbesondere auf die Details. Auch bei sich selbst. Dazu muss man neugierig sein. Doch das wurde den meisten von uns schon als Kind abtrainiert. Denn wir wollen verständlicherweise, dass unsere Kinder auf der sicheren Seite bleiben.“
Hermann Scherer

Einen besonders schönen Abschnitt widmet Hermann Scherer dem Festhalten an alten Dingen und dem übermäßigen Konsum.

„Wir halten an den Dingen fest, weil wir an unserem Leben festhalten wollen.“
Hermann Scherer

Dabei machen so viele Leute den Fehler, dass sie sich und ihr Leben über ihren Besitz definieren. Wir sind doch aber eben genau das, was übrigbleibt, nachdem man uns alles nimmt.

Der Autor ging eines Tages so weit und gab all seine Krawatten weg bis auf 3, damit er nicht jeden Tag aufs Neue zwischen all den verschiedenen Varianten wählen müsse und erst recht nicht mit der Anschaffung eines extra Krawattenhalters eine Menge neuer Modelle anschaffen würde. Sein Motto in diesem Bereich ist es so wenig wie möglich und so viel wie nötig zu besitzen. Denn je mehr wir besitzen, desto mehr Besitz haben diese Dinge auch über uns. „Ich besitze auch kein Haus. Das hat den Vorteil, dass das Haus mich nicht besitzen kann.“ Hermann Scherer

Wir spüren doch längst, dass die Konsumgüter dieser Welt keine nachhaltigen Glücksgüter sind. Plinius der Ältere kam zu der Erkenntnis: „Dinge, die wir besitzen, bewahren selten den Zauber, den sie hatten, als wir sie erstrebten.“

Dazu kommt, dass uns das Materielle auf emotionale Art belastet. Es kostet uns Energie, die Sachen in unseren Köpfen zu beachten, zu verwalten, die Verantwortung dafür zu übernehmen, die Dinge zu ordnen und wiederzufinden.

Wenn du davon nicht bereits vorher überzeugt warst, dann leitet dich der Autor hier durch den Prozess.

Aber das ist nur einer von vielen unglaublich interessanten Bausteinen auf unserer Transformation zu Glückskindern.

So war der darauffolgende Abschnitt ebenfalls unglaublich lehrreich für mich:

„Der Zeigarnik-Effekt besagt grob, dass unerledigte Handlungen besser erinnert werden als erledigte, wir beschäftigen uns andauernd mit ihnen. Unerledigtes lässt uns nicht los.“
Hermann Scherer

Demnach ist es nicht nur der Besitz, sondern es sind auch die unnötigen Gedanken und Aufgaben, von denen wir uns lösen müssen. Meditation kann bei den Gedanken helfen und bei den Aufgaben eine saubere Zielsetzung und Priorisierung. Hermann Scherer hat seine ganz eigene charmante Art die Themen in den Kapiteln mundgerecht aufzuarbeiten.

Dieses Buch ist dadurch mit Sicherheit keines, dass du in kurzer Zeit liest.

Vielmehr solltest Du Dir und Deinen Gedanken ausreichend Raum geben, die Informationen zu verarbeiten und in die Umsetzung zu kommen. Denn spätestens nach diesem Kapitel solltest Du verstanden haben:

„Der Rucksack mit den Erledigungen, die das Verfallsdatum ‚Sanktnimmerleinstag‘ tragen, ist zu schwer.“
Hermann Scherer

Der Gegner des neuen Glücks ist dem Autor nach somit das Festhalten am Alten. Bei diesen Herleitungen nimmt er allerdings auch kein Blatt vor den Mund, um auch noch den letzten „Das haben wir schon immer so gemacht“ Anhänger wach zu rütteln. Oder die Vertreter der „morgen“ oder „später … wenn, dann“ Fraktion.

„Denn sie sind bereits ihr ganzes Leben lang gestorben. Leise, still und stets voller Hoffnung.“
Hermann Scherer

Ich bin nun wenige Stunden nach dem Auslesen dieses Buches immer noch hoch motiviert, die Dinge anzupacken und das eben Erlernte konsequent umzusetzen.

Ich bin mir absolut sicher, dass auch für Dich was dabei sein wird und wenn es nur ein sanfter Reminder ist. In diesem Bereich habe ich schon unzählige Bücher gelesen und dennoch hat es dieses Exemplar geschafft, mich nochmals aufzurütteln und das mag was heißen.

Wenn Du ernsthaft wissen möchtest, was ganz normale Menschen zu Glückskindern macht, dann ist dieses Buch eine Kurzanleitung dazu. Man kann es auch einfach als Wegweiser zur eigenen Verantwortung verstehen, die wir in unserem schönen bequemen Deutschland nur allzu gerne an andere abgeben. Du hörst mich immer wieder an das eigene Handeln und die eigene Verantwortung appellieren und deswegen spricht mir dieses Buch aus dem Herzen.

Es gibt keine Glückskinder, nur Menschen, die Verantwortung übernehmen und bewusst mit Kompassnadel, Adlerauge und einer guten Portion Mut, nach ihrem Glück suchen.

Ein super tolles Buch, für das ich dem Autor nur danken kann! Vielen Dank Hermann Scherer für dieses schöne Werk, auch wenn Sie denken, dass sie ganz und gar nicht erfolgreich sind.

„Die Zukunft ist eben niemals die lineare Fortsetzung von Vergangenheit und Gegenwart.“
Hermann Scherer


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