Ein schöner Ratgeber mit allerhand nützlichen Tipps und Tricks, um die Arbeit im Homeoffice so effektiv wie möglich zu gestalten.
Karriere & Unternehmertum

Statussymbol Homeoffice

by
★★★★☆

STATUSSYMBOL HOMEOFFICE von Laura Vanderkam* ist ein toller kleiner Ratgeber über ein Thema, das spätestens seit Corona in aller Munde ist. Dennoch wird es weiterhin emotional diskutiert und in vielen Fällen in einem falschen Licht betrachtet. Dabei hat uns die Corona-Krise gezeigt, dass mobiles Arbeiten, Homeoffice und Remote Work sehr gut funktionieren können. (Übrigens werfen selbst vermeintlich informierte Personaler und Betriebsräte diese Begriffe allzu gerne in einen Topf und verwenden sie falsch.) Dabei sollten wir alle gespürt haben: Diese Arbeitsformen können eine Bereicherung sowohl für die Unternehmen als auch für die Angestellten sein. / Anzeige

Aber obgleich die Vorteile auf der Hand liegen, rudern viele Unternehmen bereits zurück.

Damit vertun sie laut Laura Vanderkam eine große Chance. Sie ist überzeugt: Die erfolgreichsten Menschen arbeiten von zu Hause aus.

Doch was sind für die Menschen konkrete Vorteile von mobilem Arbeiten, Homeoffice und Remote Work? Befragte fühlen sich weniger gestresst, sind weniger unterwegs und können konzentrierter arbeiten. Alles auf Anhieb verständlich. Man muss sich nur die Scharen von Pendlern in vollen Bahnen und auf gestauten Straßen vor Augen führen. Oder die Geräuschkulisse in dem ein oder anderen Großraumbüro. Die Beschäftigten können ihre Zeit freier einteilen, sind glücklicher und leben gesünder. Nebenbei werden auch unsere Verkehrsnetze entlastet.

Die Autorin zeigt uns aber, warum zu Hause arbeiten Privileg und Herausforderung zugleich sein kann. Ihrer Meinung nach brauchen wir kreative Lösungen, um das Maximum herauszuholen. Sie beschreibt, wie man den Anforderungen der Arbeit außerhalb des Büros gerecht wird. Und gleichzeitig den Draht zu Kollegen und Vorgesetzten nicht verliert.

Mit diesem Buch möchte sie Strategien entwerfen, mit denen das mobile Arbeiten zum Erfolgsfaktor für alle Beteiligten wird.

Dabei ist sie davon überzeugt: „Die Wenigsten werden je wieder anders arbeiten wollen!“

„Ich befasse mich beruflich mit dem Phänomen Zeit. Normalerweise halte ich also unter anderem vor Firmen- oder Konferenzpublikum Vorträge über Produktivität und schreibe Bücher über meine Analysen von Tausenden Zeitprotokollen. Letzteres hat mir in den letzten rund zwölf Jahren gezeigt, dass Homeoffice immer üblicher wurde – sowohl bei Selbständigen als auch bei Angestellten. Eine Studie von FlexJobs und Global Workplace Analytics hat herausgefunden, dass Remote Work in den Jahren 2005 bis 2017 um 159 Prozent zugelegt hat. Allerdings verwischen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben zunehmend, und das macht diese Statistiken kompliziert. Jede, die ihre Arbeitsmails noch um 22 Uhr im Bett überprüft, arbeitet letztlich von zu Hause, auch wenn sie es selbst so nicht definieren würde.

Dennoch wurde es vor März 2020 immer noch als eher fragwürdige Entscheidung angesehen, wenn man trotz beruflicher Ambitionen während der Kernarbeitszeit von zu Hause aus arbeiten wollte. Das Privileg, von zu Hause aus arbeiten zu „dürfen“, wurde Arbeitnehmern, die sich als zuverlässig erwiesen hatten, aber ihre Work-Life-Balance verbessern wollten, kalkuliert eher als Einmal-pro-Woche-Sonderzulage erlaubt. Und auch dann wurde diese Erlaubnis vor allem den Freitagen vorbehalten, denn freitags ist bekanntermaßen der unproduktivste Tag der Woche. Es herrschte nach wie vor die Annahme, dass zu Hause eh nicht gearbeitet würde, man wollte also die Opportunitätskosten so gering wie möglich halten.“ 
Laura Vanderkam

An dieser Stelle ein paar Worte zur Autorin:

Laura Vanderkam ist Expertin für Zeitmanagement. Ihr TED-Talk „How to gain control of your free time“ (https://www.youtube.com/watch?v=n3kNlFMXslo) wurde bereits mehr als sieben Millionen Mal geklickt. Sie ist darüber hinaus auch Autorin des Buches Ausgeschlafen!*.

Viele Führungskräfte sind bis heute der Überzeugung: Arbeit muss zu einer festen Zeit in einem bestimmten Bürogebäude passieren. Das führt dazu, dass Millionen Menschen dem Verkehr trotzen müssen, um woanders sitzenden anderen Menschen zu mailen oder sie anzurufen. Exakt diesen Nonsens habe ich auch noch in meinem Job mitgemacht. Dort musste ich während Corona einmal pro Woche ins komplett verwaiste Büro fahren. Dann musste ich von dort aus an den Videokonferenzen teilnehmen. Rational lässt sich so etwas nicht begründen. Deswegen arbeiten wir in meinen Unternehmen auch zu 100 Prozent mobil. Es sei denn, es macht Sinn, sich zusammenzusetzen – das gilt vor allem für Teamevents und Fortbildungen.

Wieder zehn Stunden oder mehr pro Woche mit dem Pendeln verschwenden wie für Corona? Oder Hunderte Euros an Sprit verfahren oder auf die verspätete Bahn warten? Für viele Menschen mit Bürojob nun nur noch schwer vorstellen. Eine Gallup-Umfrage im April 2020 fand heraus: 59 Prozent derjenigen, die während der Pandemie zu Hause arbeiten konnten, würden dies auch gerne weiterhin tun.

Natürlich wird es immer Menschen geben, die gerne aus einem Büro heraus arbeiten möchten, aus welchen Gründen auch immer. Aber man muss eben auch der Realität ins Auge blicken, dass das nicht die überwiegende Mehrheit ist. Angestellte können tatsächlich auch außerhalb ihres Arbeitsplatzes produktiv für das Unternehmen sein. Ohnehin absoluter Nonsens zu meinen, dass die Beschäftigten alle produktiv wären, nur weil sie am Arbeitsplatz sitzen. Ich habe mit vielen Leuten über die Homeoffice-Thematik gesprochen. Dabei konnte ich mir immer wieder anhören, wie viele im Büro vor allem die Zeit abgesessen haben.

Dieses Buch zeigt Strategien erfolgreicher Menschen, die in dieser neuen Welt aufblühen. So erfahren wir einiges über:

  • Arbeiten nach Aufgaben statt nach Zeit. Arbeit nach Zeit ist ein sehr hilfreiches Konzept. Aber wenn es möglich ist, die Arbeit auch anders zu strukturieren, kann man damit die Effizienz entscheidend steigern.
  • Den richtigen Rhythmus. Ein gut geplanter Arbeitstag garantiert, dass man Herausforderungen meistert sowie gleichmäßig und nachhaltig vorankommt.
  • Das eigene Team. Gute Remote-Worker können vom Homeoffice aus ein effektiveres Netzwerk aufbauen als mancher, der fünf Tage pro Woche immer am selben Arbeitsplatz sitzt.
  • Think big. Remote Work oder flexibles Arbeiten steht in keinerlei Widerspruch zu langfristigen, ehrgeizigen Karriereplänen.
  • Den Wohlfühlfaktor. Wer zumindest ein paar Tage pro Woche von zu Hause aus arbeitet, hat mehr Energiereserven, um im täglichen Konkurrenzkampf zu bestehen.

Jeder einzelne Abschnitt beinhaltet zudem weitere praktische Tipps zur direkten Umsetzung.

Ich wünsche mir so sehr, dass sich mehr und mehr Entscheider mit diesen Themen auseinandersetzen.

„Dieses Buch ist eine Anleitung, um auf das nächste Level zu kommen – vom Remote Work des 12. März 2020 zu einer besser durchdachten Vision davon, was Remote Work sein kann. Die Arbeit von zu Hause aus muss kein Notbehelf sein, bei dem man die Tage zählt, bis man wieder ins Büro zurück darf. Stattdessen kann es ein strategischer Vorteil sein, wenn man sie mit der Arbeit im Büro kombiniert. Im neuen Homeoffice zählen Ideen mehr als je zuvor. In diesem Buch geht es darum, wie erfolgreiche Menschen sich weiterentwickeln, während sie von zu Hause aus arbeiten – und wie Sie das mit den richtigen Tipps auch können.“ 
Laura Vanderkam

Unterm Strich ein wirklich sehr schöner und kurzweiliger Ratgeber mit allerhand nützlichen Tipps und Tricks.

Damit kann man die Arbeit im Homeoffice so effektiv wie möglich gestalten. Natürlich hätte an der ein oder anderen Stelle ein bisschen mehr Fleisch am Knochen geholfen. Aber auch so ist es ein sehr toller erster Impuls in vielen Bereichen. Und definitiv auch für Führungskräfte mehr als lesenswert. Denn die Autorin räumt mit etlichen gängigen Klischees auf, argumentiert anhand von fundierten Studien und nicht nach Bauchgefühl. Damit spricht sie ein paar Punkte an, die auch noch heute in der Arbeitswelt für Stresspotenzial sorgen.

Verdiente 4 Sterne für ein tolles kleines Buch und eine inspirierende Frau, von der ich sicher noch mehr lesen werde.

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