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UNGEZÄHMT von Glennon Doyle* ist eines der buntesten Bücher, das ich in der letzten Zeit in den Händen halten durfte. Obgleich das weniger für den Fließtext gilt als vielmehr für den Einband. Das dazu passende Journal ist wiederum in ähnlich buntem Stil gehalten. Dieses Buch ist für mich pures Female-Empowerment. Selbstverständlich können auch alle anderen daraus viel mitnehmen, aber die Autorin richtet sich vor allem an die Frauenwelt. Sie beschreibt, was Großes geschehen kann, wenn wir Frauen aufhören, uns selbst zu vernachlässigen, um den Erwartungen der Gesellschaft an uns gerecht zu werden. Was geschehen kann, wenn wir anfangen, uns selbst zu vertrauen.

In der Hoffnung, dass durch ihr Wirken und ihre Impulse mehr und mehr Frauen eines Tages auf ihr Leben schauen und erkennen: das bin ich – vollkommen ungezähmt.

Dass dies ein ganz besonders wichtiges Thema für die Autorin ist, spürt man an ihrer Sprache. Diese steckt voller Energie, Emotionen, aber auch der nötigen Klarheit, wenn es darum geht, wachzurütteln.

„Hör auf, gefallen zu wollen und fange an zu leben.“
Glennon Doyle

Man lese sich dazu auch nur mal die Testimonials auf dem Backcover durch und vor allem von wem sie sind:

„Wenn du dafür bereit bist, wird dieses Buch dein Hirn erschüttern und deine Seele zum Schreien bringen. Ich bin so was von bereit für mich, seitdem ich es gelesen habe.“
Adele

„Dieses Buch steckt voller unglaublicher Einsichten darüber, was es heute bedeutet, eine Frau zu sein, und was Frauen alles tun, um geliebt zu werden.“
Reese Witherspoon

Es ist die Lebensgeschichte der Autorin – auf ehrliche, aufrichtige und schonungslose Art und Weise aufgearbeitet.

Denn seit ihrem zehnten Lebensjahr versuchte sie stets, „gut“ zu sein: Eine gute Tochter, eine gute Freundin, eine gute Ehefrau – so wie die meisten Frauen es schon als Mädchen lernen, sich anzupassen. Ich würde gerne behaupten, dass es bei mir anders war, aber das war es nicht und ich denke, diese Empfindung teile ich mit sehr viel Frauen da draußen.

Doch statt uns glücklich zu machen, hinterlässt dieses Streben eher ein Gefühl von Müdigkeit und Unzufriedenheit. Denn das sind nicht wir, zu denen wir werden. Es ist eine angepasste, vorsichtige und fremdgesteuerte Version unserer selbst, die im schlimmsten Fall nicht mehr viel mit dem gemein hat, wer wir eigentlich sind oder sein wollen. Wir entfernen uns zunehmend von uns selbst und das kann schlicht nicht gut enden.

Glennon Doyle war kurz davor, sich selbst zu verlieren. Als verheiratete Mutter von drei Kindern lag ihr Fokus jahrelang nur darauf zu funktionieren. Eines Tages verliebte sie sich Hals über Kopf in eine Frau und entschloss sich, ihr Leben ab sofort selbst in die Hand zu nehmen: „Das tat ich, indem ich all die Teile von mir wiederauferstehen ließ, denen ich zu Misstrauen gelernt hatte, die ich versteckt und im Stich gelassen hatte, damit andere sich wohlfühlen: meine Gefühle. Meine Intuition. Meine Vorstellungskraft. Meinen Mut.“ Glennon Doyle

Genau das ist eben das selbstverantwortliche Leben, von dem ich immer spreche.

Ein Leben, in dem du für deine Entscheidungen und deine Situation die Verantwortung übernimmst, statt andere zu beschuldigen. In dem du dein Wirken an deinen großen Lebenszielen orientierst und nicht an dem, was dir die Gesellschaft mit auf den Weg geben möchte oder Werbung und Medien dir versuchen einzureden. Ein wahrhaftiges und aufrichtiges Leben, aus dem du im Grunde jederzeit rausgerissen werden könntest und dennoch nichts bereuen würdest.

„Frauen! Mit diesem Buch können wir es uns nicht gemütlich machen. Es ist unerträglich, es tut weh, und es legt den Finger in unsere Wunden. Wir können ‚Ungezähmt‘ nicht lesen, ohne uns der Gitterstäbe bewusst zu werden, die unser Leben umstellen. Und mit jeder Seite wächst die Sehnsucht nach Freiheit. Und der Mut, sich auf die Suche zu machen nach dem eigenen, wilden, ungezähmten Ich, nach dieser wunderbaren Frau, die wir sind, wenn wir aufhören, anderen gefallen zu wollen. Iss den Apfel, Eva und lass es brennen.“
Glennon Doyle

Ich fand dieses Buch einfach nur bezaubernd. An vielen Stellen war ich wirklich zu Tränen gerührt und an anderen saß ich aufrecht und bereit zum Handeln in meinem Sessel. Man spürt sofort, dass die Autorin eine erfahrene Schriftstellerin ist. Denn ihre Wortwahl, ihr Stil und ihre Perfektion in der Konzeption sind einfach grandios. So wie es ist, ist es wunderbar zu lesen, auch wenn nicht alles aufeinander aufbaut. So muss es das auch gar nicht, denn es ist gut so, wie es ist. Es sind die Gedanken und Erfahrungen der Autorin und wir dürfen dankbar sein, dass sie diese so offen und ehrlich mit uns teilt. Ich habe aus diesem Buch nochmal so viel über mich selbst gelernt – über mein Inneres wie mein Äußeres. Aber auch über die Erziehung von Kindern, den freien Kopf dieser kleinen, bezaubernden Wesen und die ein oder andere entscheidende gesellschaftliche Frage, die wir uns vielleicht noch nicht mit der nötigen Relevanz stellen.

Volle Punktzahl für das mit Abstand beste Female-Empowerment Buch, das ich bis jetzt lesen durfte.

So werden starke Frauen aus ihrer Opferhaltung freigelassen und nehmen ihr Leben selbst in die Hand, statt im Schatten anderer zu leben oder sich stets nur zu beklagen.

„Im Alter von 10 Jahren lernen wir, brave Mädchen und echte Jungs zu sein. Mit zehn Jahren fangen Kinder an, ihr wahres Selbst zu verstecken, um so zu werden, wie die Welt sie haben will. Zehn ist das Alter, in dem wir mit unserer inneren Zähmung beginnen.“ Glennon Doyle

„Ich bin mein Leben lang in Wäldern aus Schmerz, Beziehungen, Glaubenssystemen, Karriere, Leistung, Erfolg und Versagen herumgeirrt. Im Rückblick lässt sich mein Verirren jedes Mal zurückverfolgen bis zu einer Entscheidung, in der ich etwas außerhalb von mir selbst zu meinem Touch Tree gemacht habe. Einen Glaubenssatz. Eine Institution. Ehrgeizige Ideale. Ein Job. Ein anderer Mensch. Ein Regelwerk. Anerkennung. Eine alte Version meiner selbst.

Wenn mich heute das Gefühl überkommt, mich verirrt zu haben, rufe ich mir ins Gedächtnis, dass ich nicht der Wald bin. Ich bin mein eigener Baum. Also kehre ich zu mir selbst zurück und nehme mich neu in Besitz. Sobald ich das tue, spüre ich, wie mein Kind sich hebt und mein Körper sich aufrichtet.“
Glennon Doyle


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