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WIE MAN FREUNDE GEWINNT von Dale Carnegie ist mal wieder ein absoluter Klassiker aus dem Jahr 1937. Seitdem wurde es bereits etliche Male neu aufgelegt. Es verspricht bereits dem Titel nach dir dabei zu helfen, schneller und leichter Freunde zu gewinnen, dich beliebt zu machen, andere für deine Gedanken einzunehmen und deinen Einfluss, dein Ansehen und deine Willenskraft zu steigern. In vier großen Abschnitten, den Grundregeln für den Umgang mit Menschen, den Möglichkeiten, sich beliebt zu machen, den Möglichkeiten, die Menschen zu überzeugen und anschließend den Möglichkeiten, die Menschen zu ändern, beschreibt Dale Carnegie Ideen zur Umsetzung. Jede einzelne Idee schließt dann mit einer Regel ab und jedes Kapitel mit einer Zusammenfassung dieser Regeln. Das macht dieses Buch nicht nur zur Wissensquelle, sondern auch zum Arbeitsbuch. Dabei ist es ein wirklich interessantes Werk u.a. mit Anekdoten aus dem Leben von etlichen amerikanischen Präsidenten wie bspw. Abraham Lincoln oder anderen Persönlichkeiten wie Mark Twain. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir aus dem ersten Kapitel des Buches ein chinesisches Sprichwort: „Jeder kehre den Schnee vor seiner Tür und kümmere sich nicht um das Eis, das auf dem Dach des Nachbarn liegt.“ Von solchen schönen Sprüchen wimmelt das Buch förmlich und ist ohne jeden Zweifel eine absolute Empfehlung! Dale Carnegie berichtet auch viel aus seinem eigenen beeindruckenden Leben und zeigt uns, dass wir im Umgang mit Menschen nie vergessen dürfen, dass wir es nicht mit logischen Wesen zu tun haben, sondern mit Wesen voller Gefühle, Vorurteile, Stolz und Eitelkeit. Eben diese Eigenschaften machen die zwischenmenschliche Kommunikation kompliziert und dieses Buch wertvoll!

Bei der Abschlussfeier für Master-Absolventen in Düsseldorf habe ich vor kurzem ein interessantes Gespräch mit einem sehr erfolgreichen Mann geführt, wobei ich direkt an dieses Buch denken musste:

Es handelt sich um einen kleinen Mann, der mit Mitte 20 kurz nach dem Vietnamkrieg aus Vietnam über Indonesien nach Deutschland geflohen ist und am Niederrhein seine neue Heimat gefunden hat. Mit kurzen Hosen und einem T-Shirt stand er im Winter nun vor einem Neubeginn. Im Gegensatz zu seinen Bekannten, die nach Kanada, Großbritannien und Dänemark geflohen sind, wurde sein Abitur in Deutschland nicht anerkannt und er konnte nicht direkt an die Universität studieren. Seine Ausgangslage war also nicht gerade die Beste und trotzdem – und so viel kann ich schon mal vorweg nehmen – hat er es geschafft ein stattliches Vermögen anzuhäufen und eine vorzeigbare Karriere hinzulegen. Aber wie hatte er das nun geschafft:

Mit den selben Regeln, die bereits Dale Carnegie in seinem Buch beschrieben hat. Ich habe ihn übrigens auf das Buch angesprochen und er kannte es nicht. Er hatte die Regeln einfach intuitiv angewendet und kam zum Erfolg. In all den einzelnen Stationen seines Lebens, von denen er mir erzählte, sprach er stets von Freunden die er fand und die ihm halfen. Menschen die zu Freunden wurden, weil er ihnen half oder einfach nur nett zu ihnen war und Freunden, die ihm noch Jahre später Gefallen taten, ohne das er jemals danach gefragt hätte. „Eine Hand wäscht die Andere“ würde manche vielleicht leicht negativ angehaucht behaupten, aber so hörte es sich ganz und gar nicht an. Es war schlichtweg der Fokus auf den Menschen, statt auf den Ergebnissen und das in all seinem Handeln. Er sprach immer wieder von guten Gesprächen, von Mitgefühl und kleinen Geschenken. Es war nicht die Rede von Bitten und Gefälligkeiten, sondern von ernst gemeinten Präsenten und Diensten ohne Hintergedanken.

Ich fand es so eindrucksvoll, wie er mir seinen Lebensweg beschrieb und wie er trotz all der Barrieren und vermeintlichen Widrigkeiten eigentlich nie größere Probleme hatte, die Herausforderungen zu meistern, da ihm stets Freunde zur Seite standen.


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