★★★★☆

DAS PETER-PRINZIP von Laurence J. Peter und Raymond Hull war eine absolute Überraschung für mich. Zwar wurde es mir wärmstens empfohlen, aber ich muss gestehen, dass der Titel doch ein wenig Zweifel in mir weckte, ob es wirklich gut sein würde. Doch das Buch ist wirklich empfehlenswert. Wer sich schon mal die Fragen gestellt hat, warum so viele Dinge da draußen offensichtlich falsch laufen, Entscheidungsträger sichtlich überfordert sind, häufig die falschen Personen befördert werden und warum wir insgesamt so wenig gegen Missstände tun, der findet in diesem Buch Lösungsansätze präsentiert. Mir war das Peter-Prinzip bislang komplett unbekannt und ich muss gestehen, es hat meine Sicht auf die Dinge verändert. Einen Stern Abzug gibt es aber für die schmucklose Optik und den Titel.

Du solltest Bücher wirklich nicht nach dem Titel beurteilen oder gar deshalb komplett ausschließen. Das hat mich dieses Buch gelehrt: Denn zunächst habe ich aufgrund des Titels wirklich lange gezögert, mir dieses Buch anzuschaffen. Schlussendlich habe ich es bei einem Schwung von neuen Bücher einfach dazu genommen und wurde nicht enttäuscht.

Ich kann Dir sagen, dass mir dieses Buch in vielen Bereichen die Augen geöffnet hat. Wobei ich mir noch nicht schlüssig darüber bin, ob das in allen Bereichen auch so sinnvoll war. Denn hast du das Peter-Prinzip erst einmal kennengelernt und in der Realität beobachtet, so kann es gut und gerne auch zu Frustration führen.

Mir wurde nach dem Buch in unterschiedlichen Situationen bewusst, wie real dieses Prinzip in unserer Welt ist. Überall vielen mir Leute in leitenden oder auf irgendeine andere Weise verantwortenden Funktionen auf, die dafür vollkommen unqualifiziert schienen. Offensichtlich müssen diese wohl aufgrund ihrer sehr guten Leistungen in einer niederen Funktion befördert worden sein. Nun taten Sie aber Dinge, die ihnen nicht sonderlich lagen und eine weitere Beförderung ist ausgeschlossen.

Seitdem erschließt sich mir aber immer noch nicht, wie wir diesem Zustand irgendwie entgegnen könnten. Denn in der Regel genießen die Personen in den Funktionen finanzielle und hierarchische Vorzüge gegenüber der vorherigen Funktion. Und diese würden sie natürlich ungern wieder abgeben. Darüber hinaus würde eine Rückkehr beispielsweise von einer leitenden zu einer ausführenden Funktion von anderen als Kapitulation oder Niederlage beurteilt werden. Es könnte als Schwäche angesehen werden, dass man an seine eigene Leistungsgrenze gestoßen ist und einer solchen Situation möchte sich natürlich niemand freiwillig ausliefern.

So bleibt offen, wer diese Situation lösen kann und wie dies am sinnvollsten vollzogen werden sollte. Meiner Meinung nach ist in einem solchen Fall ein örtlicher Wechsel (Arbeitgeber oder Bereich) unausweichlich.

Wer sich über Lösungsansätze den Kopf zerbricht, dem wird das Buch THE BIG FIVE FOR LIFE von John Strelecky* mit Sicherheit weiterhelfen. Meinen Artikel dazu findest du hier. Ich kann es definitiv empfehlen und zeigt eine ganz andere Art und Weise, wie man die richtigen Mitarbeiter finden und im Unternehmen halten kann.


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