★★★★☆

DER PRAXISGUIDE HOMEOFFICE von Barbara Frett* beinhaltet vieles, was Arbeitgeber:innen über die Organisation, Arbeitszeiterfassung, Führung und diverse Fallstricke für diese immer verbreitetere Art zu arbeiten wissen sollten. Dieser junge Ratgeber erscheint damit nun bereits in der zweiten überarbeiteten Auflage und behandelt ein für viele immer noch intransparentes, ungewohntes und aktuelles Thema.

Die Vorteile von Homeoffice und mobilem Arbeiten stehen vor allem für viele Arbeitnehmer:innen vollkommen außer Frage: Stundenlanges Pendeln, nervige Staus, hohe Spritkosten können vermieden werden, gleichzeitig gewinnt man die Vereinbarkeit von Job und Familie, mehr Flexibilität bei der Wahrnehmung von Terminen außerhalb der Arbeit und natürlich eine Abkehr vom Großraumbüro, hin zu mehr Ruhe und konzentriertem Arbeiten. Unternehmen und Personaler:innen nutzen das Homeoffice darüber hinaus – unabhängig von Pandemie und Schutzmaßnahmen –, um attraktiver für potenzielle Bewerber:innen zu sein, agiler und moderner zu wirken und bestehende Mitarbeiter:innen zu motivieren.

Ein großes Fragezeichen hängt hingegen meist noch rund um die sinnvolle Umsetzung dieser Idee. Sowohl rechtlich, steuerlich wie auch führungstechnisch stellt diese neue Situation Entscheider:innen vor Herausforderungen.

An diesem Punkt setzt Barbara Frett ein und versucht mit ihrem Praxisguide Homeoffice für Klarheit zu sorgen.

In ihrem meiner Meinung nach sehr gelungenem Ratgeber bietet sie neben fundiertem Wissen rund um das Thema auch unzählige Checklisten, FAQs und Passagen zu rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Best Practice-Beispiele aus verschiedenen Unternehmen.

Selbstverständlich ein klares Nischenthema, das nur für eine kleine Zielgruppe relevant sein wird. Dennoch für genau diesen Zweck eine empfehlenswerte Lektüre – insbesondere aus Unternehmenssicht.

Barbara Frett hat sich in dieses Thema eingearbeitet und gilt als Homeoffice-Expertin. Sie bietet Interessierten ein Sammelsurium an nützlichen Informationen zum Thema und erläutert, was zu beachten ist. Dabei erfahren wir allerlei von der Einführung über die gängigsten Modelle – denn Homeoffice ist nicht immer gleich Homeoffice – bis hin zu Vertrauen, Führung und Kontrolle in örtlich getrennten Teams.

Die Autorin ist Geschäftsführerin von Frettwork network und Personalmanagerin mit über 20 Jahren nationaler und internationaler Erfahrung. Sie ist eine Verfechterin des mobilen Arbeitens und zeigt Unternehmer:innen, warum es ohne künftig nicht mehr gehen wird.

„Selbstverständlich habe auch ich über viele Jahre Diskussionen mit Geschäftsführern und Managern führen müssen, die das Thema Homeoffice, remote work, mobiles Arbeiten überhaupt nicht angehen wollten. Die physische Anwesenheit stand immer ganz vorne, das Arbeiten von zu Hause wurde als nicht kontrollierbar abgewunken und hatte sogar einen äußerst negativen Touch.“
Barbara Frett

Solche Beobachtungen werden vor der Corona Pandemie viele in ihren Unternehmen gemacht haben. 

Doch mit der Ausbreitung von COVID 19 und diversen dadurch neu entstandenen Regelungen bis tief hinein in die Arbeitswelt hat sich bei vielen Verantwortlichen die Meinung geändert.

„Durch die weltweite Pandemie mussten wir uns plötzlich auf eine völlig neue und ungewohnte Situation einstellen. Vieles, das einst als selbstverständlich galt, ist in dieser Ausnahmezeit nicht mehr möglich.“ 
Barbara Frett

Heute ist für viele Mitarbeiter:innen – vor allem in Bürojobs – das Homeoffice zur neuen Normalität geworden. In den meisten Unternehmen wird auch angeregt, dies über die Pandemie hinweg zumindest in Teilen beizubehalten.

„Die Pandemie hat uns vieles gelehrt und uns zu schnellem Handeln gezwungen. Einerseits haben wir durch diese plötzlich nötig gewordene Umstellung in schnellere Digitalisierung viel Neues dazugelernt, denn nie mussten sich Unternehmen in kürzester Zeit auf etwas völlig Unbekanntes einstellen. Zum anderen wurde das Thema „Homeoffice“ plötzlich oberste Priorität in den Unternehmen und die Arbeitgeber waren dazu angehalten, das Thema umgehend umzusetzen.“
Barbara Frett

Die Autorin berichtet darüber hinaus, dass die IT-Infrastruktur in einigen Unternehmen dafür überhaupt nicht ausgelegt war und es reihenweise zu Abstürzen, Überlastungen und Engpässen kam.

Es wurden gar in kurzer Zeit so viele Laptops bestellt, dass diese zeitweise ausverkauft waren.

Das Ziel für diese Publikation war es ein Handbuch zu kreieren, das verständlich ist und die wesentlichen Punkte nicht allzu kompliziert beschreibt. Sodass Personaler:innen und Entscheider:innen sich orientieren und zügig um die Umsetzung kümmern können.

Das Thema Homeoffice wird dabei in den nächsten Jahren sicherlich weiter an Bedeutung gewinnen. Auch wenn einige Unternehmen mit den zunehmenden Lockerungen nun bereits wieder vermehrt Mitarbeiter:innen zurück ins Büro holen, sind den Beteiligten über die lange Zwangsphase die Vorteile des Homeoffice bewusst geworden und es wird wohl eher schwierig sein, alles wieder auf Anfang zu setzen.

„Die zunehmende Digitalisierung, der Ruf nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wechselnde Wohn- und Arbeitsorte sind Faktoren, die eine Ausweitung der Telearbeit sowohl ermöglichen als auch erfordern. Grundsätzlich ist das Arbeiten von zu Hause und von jedem Ort der Welt aus möglich. Aber wie kann das praktisch umgesetzt werden und welche Herausforderungen sind für Arbeitgeber und Unternehmen damit verbunden? Welche gesetzlichen Vorgaben sind zu beachten?“
Barbara Frett

Mit diesem Buch wendet sich die Autorin an die Unternehmensseite und weniger an Mitarbeiter:innen.

Vielmehr stehen Unternehmenslenker:innen, Manager:innen und Personaler:innen im Fokus, die mithilfe ihrer Ausführungen mit der Einführung, Umsetzung und Nachjustierung der bestehenden Homeoffice-Regelungen beginnen können.

Für mich ein wirklich gelungenes Werk, das einen schönen Überblick bietet und mit einigen Mythen rund um das Thema Homeoffice aufräumt. Aus Mitarbeitersicht gibt es zum Thema definitiv ein paar passendere Publikationen, aber für die Unternehmensseite gehört es meiner Meinung nach zu den besten Werken – und ich habe zu diesem Thema im Zuge meiner letzten Studienarbeit sehr viele gelesen.


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