Ein Buch, das mehr Verantwortung für das eigene Leben, das eigene Handeln und die eigene Situation vermittelt. Selbstkontrolle und Disziplin
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Die fünf Erfolgsprinzipien des Selbstmanagements

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★★★☆☆

DIE FÜNF ERFOLGSPRINZIPIEN DES SELBSTMANAGEMENTS von Benedikt Ahlfeld* ist ein Buch, mit dem der Autor uns Mut machen möchte. Er möchte uns Wege aufzeigen und Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Denn sein Tenor lautet, dass wir unseren Lebensumständen eben nicht hilflos ausgeliefert sind. Wir sind nicht das Produkt unserer Erziehung oder unserer Gene, sondern vielmehr das Resultat unserer eigenen Entscheidungen. Damit ist jede:r von uns in erster Linie für sich selbst verantwortlich und kann und sollte niemand anderem die Schuld am eigenen Schicksal geben. / Anzeige

Benedikt Ahlfeld möchte uns mit seinem Buch das Verständnis lehren, wieso Menschen manchmal uneinsichtig sind, ungerecht über andere urteilen und damit eigentlich mehr über sich selbst, als über die kritisierten Personen aussagen. Ein Thema, das auch mir sehr am Herzen liegt. Seine fünf Erfolgsprinzipien des Selbstmanagements sollen dabei helfen, die eigene Perspektive zu erweitern und zu verstehen:

  • Warum wir selbst und andere so sind, wie wir sind.
  • Warum wir manchmal unseren Erwartungen nicht gerecht werden.
  • Warum Konflikte lange Zeit vermieden werden, obwohl es besser wäre, sie gleich zu lösen.
  • Warum und wie wir uns manchmal selbst sabotieren.
  • Warum Führungskräfte manchmal nicht die Ziele erreichen, die sie anstreben.
  • Worauf wir achten sollten, wenn wir unsere Kinder erziehen.
  • Warum Beziehungen (in Freundschaft, Beruf, Partnerschaft und der eigenen Familie) immer wieder an ähnlichen Punkten schwierig werden.

Daraus lässt sich bereits erahnen, dass es sich hierbei um universelle Prinzipien handelt, die eigentlich fester Bestandteil einer progressiven Gesellschaft sein sollten.

Der Autor arbeitet aber an vielen Stellen heraus, warum dies eben nicht der Fall ist und wie wir selbst – trotz wohlmöglich jahrelanger Konditionierung – da wieder rauskommen.

Im Kern geht es somit darum, Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen und die eigenen Ziele einfacher zu erreichen. Denn allzu oft, stehen wir uns am Ende selbst im Weg. Die Umsetzung der Prinzipien führt unterm Strich zu einem glücklicheren und erfolgreicheren Leben, wobei die Begriffe Glück und Erfolg so individuell wie wir Menschen sind.

Das rote Tuch sind für den Autor all die Ausreden, die wir uns so gerne selbst erzählen. Entweder wir haben keine Zeit oder die Umstände passen nicht. Irgendwas hält uns stets davon ab. Erst wenn wir es schaffen, unseren inneren Schweinehund zu überwinden und keine Ausreden mehr zulassen, um bewusst die Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen, kommen wir raus aus dieser Misere. Die fünf Erfolgsprinzipien des Selbstmanagements von Benedikt Ahlfeld sollen genau dabei helfen, indem wir bewusster beobachten, statt zu bewerten, und mutig und ehrlich zu uns selbst sind.

„Wir sind unseren Lebensumständen nicht hilflos ausgeliefert. Ich bin fest davon überzeugt: Wir sind nicht das Produkt unserer Erziehung oder unserer Gene, sondern wir sind das Ergebnis unserer Entscheidungen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und kann niemand anderem die Schuld an seinem heutigen Schicksal geben.“
Benedikt Ahlfeld

Der Autor möchte uns dazu inspirieren, uns von inneren Blockaden zu befreien und unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Und das umfasst nicht nur den eigenen Job oder die Finanzen, sondern alle Bereiche unserer Lebensführung.

„Selbstvertrauen bedeutet nicht, einen Raum zu betreten und zu denken, besser als alle anderen zu sein. Es bedeutet, hineinzutreten und sich mit niemandem vergleichen zu müssen. Diesem Gedanken folgend geht es in diesem Buch auch nicht darum, besser als die anderen zu sein. Es geht darum, das beste Selbst zu sein; jeden Tag ein bisschen mehr. Um dies zu erreichen, stellen wir die Eigenverantwortung als wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches Selbstmanagement in den Mittelpunkt und ebenso in direkten Zusammenhang mit Glück und Unglück.“
Benedikt Ahlfeld

Häufig fällt es uns schwer, das Verhalten anderer Personen, manches Mal sogar unser eigenes zu verstehen. Wenn wir es aber schaffen, zumindest unser eigenes Verhalten zu hinterfragen, werden wir die zukünftigen Herausforderungen in unserem Leben deutlich erfolgreicher meistern können. Hierbei geht es darum, die Verantwortung nicht immer an andere abzugeben, genauso wenig, wie die Schuld stets bei anderen zu suchen. Es geht schlicht darum, herauszukommen aus einer Opferhaltung und sich einen selbstbestimmten Kosmos zu schaffen, in dem wir die Zügel selbst in der Hand behalten.

Von Haus aus bekommen wir in der Regel viele Impulse von unseren Eltern mit auf den Weg. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass diese stets das Beste für uns wollen, heißt das nicht per se, dass sich dies auch immer positiv auf unsere Entwicklung auswirkt. Dennoch sollten wir ihnen dafür nicht böse sein, meint Benedikt Ahlfeld, „denn sie konnten uns nur das beibringen, was sie selbst kannten.“ Wer allerdings stets anderen die Schuld für die eigene Situation gibt, denkt aus einer Opferrolle heraus. Und „ein Opfer erwartet von anderen [Personen] Hilfe und macht sich somit unweigerlich abhängig von äußeren Umständen und der Gnade anderer. Wer bereit ist, die positive Kraft seiner Gedanken zu nutzen, wird aktiver Gestalter seines Selbst und holt sich die Kontrolle über sein Leben zurück.“

Der Appell des Autors ist es, sich von den Erwartungen anderer zu lösen und ein Leben in Freiheit zu führen.

Und selbst wenn du aktuell mit deinem Leben zufrieden bist, wird es wohlmöglich noch mehr für dich bereithalten – wenn du deine Komfortzone verlässt, die der Autor allerdings als Gewohnheitszone bezeichnet.

„Dieses Buch soll Motivation, Antrieb und Inspiration geben, aber schlussendlich kann es nur eines: die Tür zeigen. Durchgehen muss jeder selbst.“
Benedikt Ahlfeld

„Verantwortung beginnt bei einem selbst. Die Basis und der Nährboden dafür sind die eigenen Gedanken. Sie können der größte Feind sein oder einem dabei helfen, jedes Hindernis zu überwinden. In diesem Buch werde ich meine fünf Prinzipien vorstellen, mit deren Hilfe man sich von der sozialen Programmierung befreien und ein Leben in persönlicher Freiheit beginnen kann. Sie sind die persönlichen Leitsätze, nach denen ich bemüht bin, mein Leben zu gestalten. Frei von den Erwartungen anderer, ohne innere Konflikte und Zweifel.“
Benedikt Ahlfeld

Das macht dieses Buch definitiv zu einem guten Buch, vor allem für Einsteiger:innen, die den Weg in Richtung mehr Verantwortung und Selbstkontrolle gehen wollen. 

Unterm Strich könnten die Kapitel meiner Meinung nach allerdings ein Stück weit komprimierter sein und dafür pointierter an den Aussagen und Handlungsempfehlungen gefeilt werden.

An manchen Stellen hatte ich den Eindruck, dass der Gedanke schon nach den ersten zwei bis drei Abschnitten eines Kapitels vollständig ausgereift und vermittelt wird. Dennoch schweift der Autor anschließend noch seitenweise ab und holt für meinen Geschmack etwas zu weit aus. Das kann für Einsteiger:innen häufig Sinn machen, wurde in diesem Fall aber für mich ein Stück zu sehr auf die Spitze getrieben.

Er richtet sich zwar vornehmlich an Einsteiger:innen, aber ich bin mir nicht sicher, ob diesen nicht ebenfalls eine pointiertere oder zumindest eine ein Stück weit lebhaftere Sprache und Gestaltung eher zusagen und helfen würden. Deswegen gibt es von meiner Seite gute drei Sterne für ein absolut lesenswertes Buch, das mit etwas Feinschliff durchaus eine bessere Bewertung erhalten könnte.

Schließen möchte ich die Rezension mit einem wundervollen Zitat des Autors:

„Man muss nicht von heute auf morgen perfekt sein. Aber man kann jeden Tag ein bisschen besser werden! Das ist der Anspruch, den ich an mich habe. Es gibt alle möglichen Dinge, die wir auf dieser Welt tun können, um sie zu einem besseren Ort zu machen, aber wir müssen bei uns selbst beginnen. Wir unterschätzen unsere Fähigkeiten und überschätzen unsere Probleme.“
Benedikt Ahlfeld

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