★★★★☆

FARM DER TIERE von George Orwell* ist aus gegebenem Anlass, der vielleicht nicht jedem bewusst ist, aber bewusst sein sollte, ein höchst lesenswertes Buch. Gut möglich, dass es auch nur an meinem diesjährigen Kuba Urlaub liegt, dass mir so manches bekannt und komisch vorkam, was einigen in unserem Land nicht bewusst zu sein scheint. Ich empfehle jedem, der sich politisch interessiert, alleine aus diesem Grund mal eine Reise nach Kuba oder Venezuela. Und unterhaltet euch dort auch mal mit den Leuten abseits der Parteifunktionäre. Versucht mal herauszuhören, wie es ihnen geht, was sie sich wünschen und wie es vielleicht auch mal war. Vor der kubanischen Revolution durch Fidel Castro und Che Guevara.

Die Geschichte von Tieren, die sich gegen ihre Farmbesitzer auflehnen:

Der Autor George Orwell schafft es mit einer wundervoll ausgeschmückten Geschichte von Tieren auf einem Bauernhof ein höchst sensibles Thema zu analysieren. Die Tiere auf seinem Hof starten nämlich eine Rebellion gegen ihre Farmbesitzer, die sie auch so schlecht behandeln. Dabei entsteht eine sozialistische Revolution par Excellence.

Doch über die Zeit verschlechtert sich die Lage auf der Farm. Zwar sind die Tiere nun vermeintlich frei, doch das Glück, dass ihnen die Rädelsführer versprochen haben, bleibt aus. Stattdessen kommt Leid über sie und die Hiobsbotschaften häufen sich. George Orwell gelingt auf amüsante und spannende Art und Weise die unmögliche Umsetzbarkeit des Sozialismus und die Entstehung einer sozialistischen Diktatur zu skizzieren.

Dabei wird dem Leser doch gleichzeitig bewusst, dass die zentralisierte Macht selbst die tollsten Vorsätze zur Nichte macht.

Fazit zum Buch:

Man könnte meinen, der Autor nehme mit seiner Geschichte Bezug auf Kuba, Venezuela, Nordkorea, China oder die aktuelle Enteignungsdebatte in Berlin. Aber nein, dieses Buch entstand im Jahr 1943. Absolut lesenswert! Vor allem für politisch Interessierte und junge Menschen, die dem unwiderstehlich wirkenden Sog des Sozialismus noch hinterfragen wollen.

Klare Empfehlung für alle Sozialwissenschaftskurse in der Oberstufe.

Warum ist es so schwierig offen über den Sozialismus zu sprechen?

Ich habe wirklich lange Zeit darüber gegrübelt, ob ich ein solches Buch überhaupt auf meinem Blog aufnehmen soll. Denn politische Themen sind immer heikel. Und Sozialismuskritik in weiten Teilen der westlichen Welt erst recht. Wohingegen man sich jederzeit lauthals öffentlich über den Kapitalismus auslassen kann und dafür noch Beifall erhält, wir man bei Kritik an sozialistischen Systemen in die hinteren Reihen verwiesen. Aber woran liegt das? Auf diese Frage habe ich leider noch keine Antwort gefunden. Wenn Du eine hast, lass es mich wissen.

Warum ein solches Buch dennoch extrem wichtig ist:

George Orwell wurde mir aber von etlichen Leuten empfohlen – interessanterweise weitestgehend Menschen, die in sozialistischen Ländern gelebt haben. Dort konnten sie den Sozialismus am eigenen Leibe spüren, weil sie eben keine Anhänger des Systems gewesen sind. Und was mit Abtrünnigen passiert, wissen wir ja zur Genüge.

Das schöne an diesem Buch ist der simple und verständliche Aufbau der Geschichte. Der Autor versteht es, vermeintlich komplexe Sachverhalte, in ihre kleinen trivialen Bestandteile zu zerlegen. Nach den knapp 250 Seiten sollte dem Leser bewusst geworden sein, warum der Sozialismus nicht nur 1943, sondern auch heute in vielen Teilen der Welt zum ernst zu nehmenden Problem werden kann.

Wer weiter recherchieren möchte:

Wem sich die psychologischen Zusammenhänge der Geschichte noch nicht so recht erschließen, dem empfehle ich an dieser Stelle noch einen Klassiker, der sogar noch einen Ticken älter ist: PSYCHOLOGIE DER MASSEN von Gustave Le Bon*. Meinen Artikel zu diesem Buch findest Du hier.

Beide Bücher zusammengenommen sollten meiner Meinung nach absolutes Pflichtprogramm an unseren Schulen werden. Damit wir unsere Kinder ermutigen, zu mündigen und freiheitlich denkenden Menschen heranzuwachsen, Meinungsfreiheit wieder mehr Gewicht zu verleihen und Diktaturen und Unterdrückung einen Riegel vorzuschieben.

George Orwell hat noch ein weiteres wertvolles Buch geschrieben, das auf meinem Blog noch folgen wird.

Weitere Bücher zum Themenbereich POLITIK findest Du auch in MEINER BIBLIOTHEK. Und wenn die englische Sprache für Dich kein Problem ist, dann schau mal hier rein: Dennis Prager: Why Socialism Makes People Selfis.

PragerU ist ein Think Tank aus den USA, der es sich zum Ziel gesetzt hat, rational zu diskutieren, was emotional eingefärbt ist.

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