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SUCCESSFUL MIND von Oleg Warkentin* ist mal wieder eines dieser Self-Publishing Bücher, die ich regelmäßig ausprobiere. Stets in der Hoffnung, auf etwas Neues und Erfrischendes zu stoßen. Diese Hoffnung – und da muss ich jetzt leider ein wenig spoilern – wurde leider nicht erfüllt.

Das ist natürlich immer das Risiko beim Kauf eines Buches, das nicht durch einen namhaften Verlag veröffentlicht wurde. Dessen muss man sich beim Kauf bewusst sein. Heutzutage werden die Self-Publishing Bücher aber in der Inszenierung so gut, dass auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, dass kein Verlag dahinter steht. Insbesondere bei Amazon sollte man da genau drauf achten.

Risiken bei Self-Publishing Büchern:

Ohne Verlag fehlt eine kontrollierende Instanz, des Inhaltes, der Form und der ‚Farbe‘ vor der Veröffentlichung. Ein guter Verlag prüft genau das, da jede Veröffentlichung natürlich auch auf den Herausgeber abfärbt.

In der Geschichte gibt es selbstverständlich auch immer wieder unzählige Geschichten, in denen Verlage das Talent einer Autorin nicht erkannt haben. Aber in der Regel kann man den großen Verlagen schon bei der Auswahl ihrer Publikationen vertrauen. Ein solches Beispiel ist J.K. Rowling, die Autorin der Harry Potter Bücher, die selbst jahrelang keinen Verlag für ihre Geschichten gefunden hat.

Das größte Problem bei solchen Newcomern und Self-Publishern liegt darin, dass man im Vorfeld nicht sicher gehen kann, ob man thematisch auch am Ende das bekommt, was man sich von Titel und Vorwort erwartet hat. Es wäre nicht das erste Mal für mich, dass der Titel eigentlich eher wenig mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Hier findest Du ein solches Beispiel.

Darüber hinaus wird in Self-Publishing Bücher sehr häufig auch schlichtweg falsches Wissen weitergegeben. Ich finde es löblich, dass die meist sehr jungen Autoren, sich die Zeit nehmen Bücher zu schreiben und sich mit den Themen zu beschäftigen. Aber vielleicht sollte man lieber mehr lesen, bevor man selbst den Griffel in die Hand nimmt und etwas zu Papier bringt.

Inhaltliches Feedback zu diesem Buch:

Dieses kleine Heftchen, das bereits Layout-technisch fragwürdig ohne Seitenangaben auftritt, würde ich auf knapp 100 Seiten schätzen. Inhaltlich ist es allerdings gar nicht mal so verkehrt. Zwischen den Zeilen finden sich tatsächlich ein paar gute Ansätze, aber eben rein gar nicht Neues oder Erfrischendes. Nichts aus diesem Buch habe ich nicht bereits irgendwo anders, besser aufbereitet und schöner verpackt gelesen.

Statt diesem Buch empfehle ich Dir lieber einen der vielen Klassiker, die ich in MEINER BIBLIOTHEK unter der Rubrik MINDSET & PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG gesammelt habe.

Du findest bei diesem Autor aufgewärmte Ansätze der Persönlichkeitsentwicklung aus den großen Klassikern. Themen wie:

  1. Wie konzentriere ich mich richtig?
  2. Wie setze ich mir meine Ziele richtig?
  3. Wie werde ich erfolgreich?

100% Mindset Themen, die wir auch bei Bodo Schäfer, Napoleon Hill, John Strelecky, Tony Robbins und diversen anderen Autoren finden.

Zwei Seminare, die ich Dir in diesem Zusammenhang empfehlen kann sind: Die VERTRIEBSOFFENSIVE* von Dirk Kreuter und DIE KUNST DEIN DING ZU MACHEN* von Christian Bischoff. Beide Seminare habe ich bereits besucht und war in beiden Fällen begeistert von dem enormen Content, der Dir hier für kleines Geld geboten wird!

Der Autor reißt die Themen nur an, anstatt sich auf ein Thema zu fokussieren und in diesem Feld qualitativ hochwertigen Inhalt zu bieten. Sich damit vielleicht sogar nachhaltig von anderen abgrenzen zu können. Gepaart mit einer optimierbaren Formatierung kann ich diesem Buch einfach keine gute Bewertung geben. Es ist jetzt aber auch kein ‚Totalausfall‘ wie so manch ein anderes Buch.

Self-Publishing als Gefahr:

Gefühlt ist dieser Trend zu Self-Publishing – insbesondere in Verbindung mit Free-Shipping – eines der größten Literaturprobleme der heutigen Zeit. Schamlos werden die Inhalte der alten Klassiker ohne Quellangaben zu neuen Büchern zusammen geschustert. Die neuen Werke werden dann Marketing technisch stark inszeniert und von irgendeinem aufleuchtenden Sternchen veröffentlicht.

Entschuldigt bitte, aber das hat rein gar nichts mehr mit der Literatur zu tun, der ich eines Tages verfallen bin.

Sollte ich irgendwann mal ein Buch schreiben, dann wäre es mein tiefer Anspruch, irgendeinen erkennbaren(!) Mehrwert zu bieten. Und wenn es aus irgendwelchen Gründen inhaltlich nicht möglich ist, so doch wenigstens durch eine schönere Wortwahl, bessere grafische Aufarbeitung oder in einem schöneren Rahmen. Aber so mit Sicherheit nicht.

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